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Lokalsport
KFC punktet bei Viktoria

Regionalliga. Fußball: Beim 0:0 gegen den Vorjahresmeister hielt Torwart René Vollath den Punkt für den Aufsteiger fest. Der Schiedsrichter verweigerte den Uerdingern einen klaren Foulelfmeter und sorgte so für massiven Unmut. Von Heinrich Löhr

Auch nach dem zehnten Spieltag grüßt der KFC Uerdingen - wenn auch begünstigt durch Spielverlegungen einiger Konkurrenten - weiter von der Tabellenspitze der Regionalliga West. Am Samstag spielte der Aufsteiger beim letztjährigen Meister FC Viktoria Köln 0:0. Sieben Punkte hatten die Uerdinger aus der ersten englischen Woche der Spielzeit geholt, aus der jetzt zweiten holten sie fünf. Dabei blieben die Blau-Roten in sämtlichen drei Spielen ohne Gegentor und bauten ihre Serie auf jetzt acht Spiele aus, in denen sie in Folge ungeschlagen blieben.

In Köln hatte KFC-Trainer Michael Wiesinger im Sturm rotiert und gegenüber der Partie gegen Rödinghausen Johannes Dörfler und Marcel Reichwein in die Startelf geordert. Unmittelbar vor Spielbeginn zündeten die 400 aus Krefeld angereisten Fans dann in ihrem Block bengalische Feuer. Ein Ereignis, das Eingang in den Spielbericht des Unparteiischen fand und das vermutlich teuer wird für den KFC.

In der Folge sahen die insgesamt 1177 Zuschauer zwei Mannschaften, die darauf bedacht waren, möglichst keinen Fehler zu machen und dem Gegner keine Chance zu eröffnen, ein Tor zu erzielen. Besonders den Gastgebern, deren ausgegebenes Saisonziel die Meisterschaft ist, merkte man nach zuletzt zwei bitteren Niederlagen ihre Verunsicherung deutlich an. Und so setzten die Uerdinger die erste Duftmarke des Spiels. Nachdem Viktorias Torwart Sebastian Patzler einen Ball nicht festhielt, köpfte Patrick Ellguth auf das verwaiste Tor, doch ein Abwehrspieler der Viktoria schlug den Ball noch von der Linie (6.).

Auch in der Folge waren es die Gäste, die die Akzente setzten. Dennis Chessa und Reichwein scheiterten knapp. Den Aufreger aber gab es in der 36. Spielminute, als sich Connor Krempicki auf Links in den Strafraum spielte und für jeden erkennbar von Lukas Nottbeck am Arm festgehalten wurde. "Klarer Strafstoß", sagte Krempicki nach der Partie immer noch kopfschüttelnd. Schiedsrichter Dustin Sikorski aber bewertete die Situation als regelkonform, und als sich Uerdingens Co-Trainer Stefan Reisinger noch zu lautstark beim Assistenten beschwerte, wurde er auf die Tribüne verbannt. Hieß der Punktsieger der ersten 45 Minuten Uerdingen, wurde in der zweiten Spielhälfte die Viktoria stärker. Es folgten Szenen, in denen Uerdingens Torwart René Vollath seine Klasse zeigen musste. In der 70. Minute zog Kölns Kapitän Mike Wunderlich aus 20 Metern ab, und Vollath fischte den Ball links oben aus dem Winkel. Stark war auch seine Parade gegen den eingewechselten Kevin Holzweiler, der ebenfalls aus der Distanz versuchte, zum Erfolg zu kommen. "In diesen Szenen hat unser Torwart seine Klasse gezeigt", befand auch KFC-Trainer Michael Wiesinger nach der Partie. Drei Minuten vor dem Abpfiff liefen die Uerdinger sogar Gefahr, am Ende mit leeren Händen da zu stehen. Nach einem Freistoß von Holzweiler klatschte der folgende Kopfball von Nottbeck an den linken Pfosten. Kurz danach pfiff Schiedsrichter Sikorski die Partie pünktlich ab, und besonders die Viktoria war über diesen einen Punkt froh, bescherte er ihr doch ein zumindest kleines Erfolgserlebnis. Derweil dachten die Uerdinger immer noch an die vertanen Chancen der ersten Halbzeit und vermochten sich erst langsam darüber freuen, dass sie vom Vorjahresmeister etwas Zählbares mitbrachten.

Quelle: RP
 
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