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KFC strauchelt auf dem Acker von Hö-Nie

Lokalsport: KFC strauchelt auf dem Acker von Hö-Nie
Kuriosum nach knapp einer Stunde: Charles Takyi sollte eigentlich gerade eingewechselt werden, doch auf dem Weg dahin kassierte er die Rote Karte wegen Beleidigung des Linienrichters - auch wenn Takyi sagte, sein Fluchen sei nicht auf den Unparteiischen bezogen gewesen. Da er noch nicht eingewechselt war, durften die Uerdinger mit elf Mann weiterspielen. FOTO: samla.de
Oberliga. Beim SV Hönnepel-Niedermörmter kassierte der Tabellenführer mit dem 1:2 seine zweite Saisonniederlage. Charles Takyi kassierte auf dem Weg zu seiner Einwechslung eine Rote Karte, und Oguzhan Kefkir schied verletzt aus. Von Heinrich Löhr

Am Ende wird es auf dem Weg in die Regionalliga nur ein kleiner Schönheitsfehler sein, aber auch diese können bekanntlich schmerzen. Und das tat die samstägliche 1:2 (1:1) Niederlage beim stark abstiegsbedrohten SV Hönnepel-Niedermörmter. Denn zum einen fiel der Siegtreffer erst in der Nachspielzeit, und zum anderen verloren die Uerdinger auch noch ihren Spieler Charles Takyi durch eine Rote Karte. Bei bis dato zehn Siegen und zwei Unentschieden war es im dreizehnten Aufeinandertreffen die erste Uerdinger Niederlage gegen diesen Gegner, der bei den Uerdinger Fans einen hohen Sympathiefaktor genießt.

KFC-Trainer Andreas Pawlak ließ für den gesperrten Johannes Dörfler diesmal Sebastian Hirsch auf Rechts stürmen. Und in der Innenverteidigung vertraute er weiterhin dem Duo Vincent Wagner und Leon Binder, und so saß der wieder spielberechtigte Patrick Ellguth nur auf der Bank.

Den 497 Zuschauern - davon zwei Drittel aus Krefeld angereist - bot sich auf dem Acker, wie die Gastgeber ihre Platzanlage liebevoll nennen, das von den jüngsten Partien her gewohnte Bild. Der KFC agierte feldüberlegen, ohne sich die ganz zwingenden Torchancen zu erarbeiten. Und geriet dann auch noch in Rückstand. Nachdem sich die Laufwege von Rechtsverteidiger Sascha Tobor und seines Gegenspielers Luca Thuyl im Strafraum kreuzten, entschied Schiedsrichter Maximilian Fischedick auf Strafstoß, den Nedzad Dragovic zur 1:0-Führung des Tabellenvorletzten verwandelte (29.). Kurz danach mussten die Uerdinger wechseln. Für Linksaußen Oguzhan Kefkir kam in der 38. Spielminute Aleksandar Pranjes. Winterneuzugang Kefkir war mit dem Fuß umgeknickt und humpelte vom Platz. "Kein Wunder, auf dem Geläuf", schimpfte er.

Für den Ausgleich zum 1:1 sorgte der wieder sehr auffällig spielende Pascale Talarski, als er gewissermaßen mit dem Pausenpfiff einen Freistoß aus 20 Metern direkt verwandelte. Danny Rankl war zuvor gefoult worden. Mit Beginn der zweiten 45 Minuten agierten die Uerdinger druckvoller. Nach Flanke von Talarski und anschließendem Kopfteil von Binder musste Torwart Martin Hauffe schon sein ganzes Können aufbieten, um die Uerdinger Führung zu verhindern.

Der Aufreger des Spiels ereignete sich nach einer Stunde an der Uerdinger Bank, als der zur Einwechslung bereitstehende Takyi die Rote Karte sah. "Erst stimmte was nicht mit meinen Stutzen. Als das geklärt war, sollte ich noch ein Handgelenksbändchen, das ich immer trage, abkleben. Ich habe mich vom Assistenten weggedreht und 'Leck mich' gesagt, um mir von einem Betreuer das Bändchen abnehmen zu lassen. Dies hat der Assistent auf sich bezogen", sagte der Betroffene selbst zu der Szene. Wesentlich ärgerlicher klang das, was Trainer Pawlak sagte. "Das ist jetzt die schon sechste Rote Karte, die wir bekommen. Und nur eine einzige ist dabei wegen eines Foulspiels", ereiferte er sich. Glück hatten die Uerdinger, dass Takyi zu dem Zeitpunkt noch nicht auf dem Platz stand, so dass die Mannschaft nicht auch noch nummerisch geschwächt wurde.

Je länger die Partie dauerte, umso hektischer versuchten die Uerdinger, den Siegtreffer zu erzwingen. In der Nachspielzeit stürmten sie fast vogelwild nach vorne, um dann bei einem leichten Ballverlust klassisch ausgekontert zu werden. Keine Chance hatte Torwart Maurice Schumacher, als der eingewechselte Florian Girnth alleine auf ihn zulief und flach zum 2:1 Siegtreffer einschob. In der Spielphase verhielt sich das Team keinesfalls einer Spitzenmannschaft würdig. "Ja, heute hätte man das 1:1 einfach mal mitnehmen müssen und sich über einen Punkt freuen können", sagte auch Abwehrspieler Binder.

Ein Warnschuss zur rechten Zeit, aber trotzdem, elf Punkte Vorsprung sind bei acht noch zu absolvierenden Partien ein immer noch beruhigendes Polster.

Quelle: RP
 
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