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Interview mit Michael Wiesinger
"Der KFC ist eine große Herausforderung"

Interview mit Michael Wiesinger: "Der KFC ist eine große Herausforderung"
Der neue KFC-Coach Michael Wiesinger. FOTO: Peter Steffen
Krefeld. Der neue Trainer des neuen Regionalligisten freut sich auf die Aufgaben, die hier in Krefeld auf ihn warten. An diesem Freitag wird er den Fans offiziell vorgestellt, am kommenden Dienstag leitet er sein erstes Training an der Grotenburg. Von Oliver Schaulandt

Herr Wiesinger, willkommen in Krefeld.

Wiesinger Danke. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe.

Haben Sie schon eine Wohnung?

Wiesinger Oh, da bin ich dran. Ich habe dem Verein meine Wünsche geäußert, jetzt schauen wir nach einer schnellen Lösung.

Sie haben schon in der Bundesliga trainiert, zuletzt in Elversberg in der Regionalliga. Warum jetzt gerade in Uerdingen?

Wiesinger Uerdingen ist eine große Herausforderung. Der Verein hat Tradition, und durch den Aufstieg ist schon die Euphorie da. Von mir wird jetzt eine Menge erwartet, und auf diese Herausforderung freue ich mich.

Kennen Sie Krefeld?

Wiesinger Ich war am Sonntag da, habe mir die Möglichkeiten vor Ort angeschaut. Wenn du dann mit Herrn Ponomarev sprichst, dann bekommst du schnell ein Gefühl für das Projekt, das er vorhat. Und bei mir kam dieses Gefühl dann auch zu hundert Prozent an, und wir haben uns schnell geeinigt .

Die Vereinsführung möchte so schnell wie möglich in die Dritte Liga.

Wiesinger Natürlich sind hier alle sehr ambitioniert, gar keine Frage. Aber wir wissen auch um die Stärke der Liga, so dass wir da mit einer gewissen Demut heran gehen müssen. Schließlich sind da auch noch andere Vereine, die oben mitspielen wollen.

Kennen Sie die Regionalliga-West?

Wiesinger Im Grunde werde ich da ähnlich heran gehen wie in Elversberg. Ich werde mich umfassend informieren, sicher den einen oder anderen Gegner anschauen, aber auch über mein Netzwerk mir Informationen holen. Generell kann man sagen, dass die Vierte Liga hier eine sehr starke Liga ist mit Clubs mit ganz viel Tradition, wie etwa Rot-Weiß Essen, Rot-Weiß Oberhausen, Alemannia Aachen und eben auch Uerdingen. Hinzu kommt, dass die Vierte Liga schon eine ziemlich spezielle Liga ist.

Wie meinen Sie das?

Wiesinger Naja, die Arbeit in der vierten Liga ist hart, und man benötigt schon sehr viel Energie dazu. Auch im Umgang mit den Spielern. Viele sind dabei, die ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen haben. Junge, aufstrebende Spieler spielen mit einigen, die vielleicht in höheren Ligen den Durchbruch nicht ganz gepackt haben, es aber jetzt noch einmal wissen wollen. Alle unter einen Hut zu bekommen, das ist auch eine reizvolle, aber eben intensive Arbeit, die viel Kraft kostet.

Der Club hat mit zum Beispiel Christopher Schorch und Mario Erb schon eine ganze Reihe neuer Spieler geholt. Haben Sie daran schon mitgewirkt?

Wiesinger Nein, ich bin erst Anfang Juni kontaktiert worden. Aber die Zugänge decken sich durchaus mit meinen Ideen.

Das heißt, auch das Vorbereitungsprogramm übernehmen Sie jetzt sozusagen.

Wiesinger Genau. Die Vorbereitung ist gut geplant, aber lässt mir noch Spielraum, eigene Akzente zu setzen.

Wie geht es jetzt in den kommenden Tagen mit Ihnen weiter?

Wiesinger Zum Wochenende komme ich nach Krefeld. Am Freitag ist ja das Fantreffen (19.05 Uhr, Haus Gietz, die Red.), wo ich den Fans vorgestellt werde. Für mich ist jetzt wichtig, so schnell wie möglich die Mannschaft kennenzulernen. Am kommenden Dienstag ist das erste Training. Dann geht es darum, möglichst schnell aus den Spielern eine Einheit zu formen.

Zum Beispiel im Trainingslager.

Wiesinger Genau. Der frühe Termin (28. Juni bis 4. Juli, die Red.) passt mir da ziemlich gut. Ich möchte rasch den Mannschaftsgeist fördern, damit wir schnell als Einheit auftreten.

Bringen Sie einen Co-Trainer mit?

Wiesinger Ja, möchte ich schon. Mein Wunschkandidat ist Stefan Reisinger (früher unter anderem Fortuna Düsseldorf, die Red.).

Quelle: RP
 
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