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KFC: Jahresende mit blauem Auge

Lokalsport: KFC: Jahresende mit blauem Auge
Ahmet Taner, der für den verletzten Daniel Schwabke das Tor der Uerdinger hütete, fliegt vergebens, aber braucht auch, wie Armand Drevina, nicht einzugreifen: Der Ball segelt haushoch übers KFC-Tor. FOTO: Lammertz
Oberliga. Fußball: Gegen den TV Jahn Hiesfeld lagen die Uerdinger bereits mit 0:2 zurück, glichen aber noch aus. Von Heinrich Löhr

Mit einer Energieleistung hat der KFC Uerdingen in einer fast schon verlorenen Partie doch noch einen Punkt gerettet. 2:2 (0:2) hieß es am Ende der 90 Minuten gegen den als Tabellenfünfzehnten angereisten TV Jahn Hiesfeld. Trotz des verpassten Sieges geht es nur mit einem blauen Auge in die Weihnachtsferien: Da der Wuppertaler SV seine gestrige Partie beim VfB Hilden ebenfalls unentschieden beendete, geht der KFC mit fünf Punkten Rückstand - bei einer weniger ausgetragenen Partie - auf den Tabellenführer in die Winterpause.

Dass das Gesicht der Uerdinger Mannschaft in der Rückrunde ein anderes sein wird, zeigten die Blumensträuße, mit denen neben dem bereits gemeldeten Winterabgang Enes Düven auch Kai Schmidt und Yuto Nakamura vor der Partie verabschiedet wurden. Auf dem Platz selbst hatte KFC-Trainer Michael Boris der gleichen Elf, die zuletzt 3:1 gegen den SC Düsseldorf-West gewonnen hatte, das Vertrauen geschenkt. Für den verletzten Torwart Daniel Schwabke kam Ahmet Taner zu seinem Uerdinger Oberligadebut. Bei den Gästen saß der von den Uerdingern umworbene Sturmführer Danny Rankl wegen einer Gesichtsverletzung auf der Tribüne.

Wie gegen den SC West erspielten sich die Uerdinger auch gegen Hiesfeld gute Einschussmöglichkeiten in der Anfangsphase, die sie diesmal aber ungenutzt ließen. Danach zog Hiesfeld einen ganz engmaschigen Abwehrriegel um den eigenen Strafraum. "Defensiv so kompakt hat hier noch keiner gestanden", sagte Fabio Fahrian und erklärte damit, warum keiner der Blau-Roten den Weg zum gegnerischen Tor fand. Den fand dafür Hiesfeld in Minute 19, und zwar, "wie aus dem Nichts", wie die Trainer Boris und Jörg Vollack hinterher unisono befanden. Eine Kopfballbogenlampe von Kevin Kolberg drückte Kapitän Kevin Corvers zum 0:1 über die Linie. Und es sollte noch schlimmer kommen, denn in Minute 42 schlossen die Gäste einen gut vorgetragenen Konter zum 0:2 ab. Kevin Menke traf mit einem Schuss genau in den Winkel.

"Diese enorme Kampfkraft ist der letzte Trumpf, den diese Mannschaft auch immer noch hat", sagte KFC-Kapitän Timo Achenbach über das, was die 1.240 Zuschauer in den zweiten 45 Minuten sahen. Und dieser Trumpf stach. In der 48. Minute rutschte der zur Halbzeit eingewechselte Mo Idrissou in eine Rechtsflanke von Silvio Pagano und traf zum 1:2 Anschluss. Den viel umjubelten Ausgleich zum 2:2 erzielte in der 78. Minute Armand Drevina. Der kleine Mittelfeldspieler verbuchte zahlreiche Ballgewinne in der Rückwärtsbewegung und kürte seine bis dato beste Leistung im Uerdinger Trikot. Trotz enormen Einsatzes auf einem sehr tiefen Boden - der doch arg ramponierte Rasen der Grotenburg freut sich, erst am 13. März zum Heimspiel gegen den Wuppertaler SV wieder benötigt zu werden - blieb den Uerdingern aber der Siegtreffer verwehrt.

Seit gestern haben die Uerdinger bis zum Trainingsauftakt am 17. Januar nun frei, wobei Trainer Boris die eine oder andere Hausaufgabe aufgab. Offen ist, ob die Uerdinger im Februar in ein Trainingslager in südlichen Gefilden gehen - die Entscheidung will die Vereinsführung in dieser Woche treffen, sagte der Sportliche Leiter Horst Riege.

Quelle: RP
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