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KFC Uerdingen
KFC: Kalkum-Wittlaer erhebt Einspruch gegen Spielabsage

Fußball. Das Risikospiel gegen den KFC Uerdingen wurde abgesagt. Weil es keine Einigung wegen des Termins gibt, wertete der Verband. Von Christoph Zabkar

Die Ostertage haben beim abstiegsbedrohten Fußball-Oberligisten TV Kalkum-Wittlaer mit einer sehr unschönen Überraschung begonnen. Noch vor der wichtigen Partie gegen den 1. FC Mönchengladbach hatte TVKW-Coach Giuseppe Montalto aus Krefeld erfahren, dass die ursprünglich für den Ostermontag angesetzte Partie gegen den KFC Uerdingen kampflos mit 0:2 verloren geht. Dieser Umstand lässt sich aus Sicht der Düsseldorfer nicht nachvollziehen. Was war vorgefallen? Da die Platzanlage im Düsseldorfer Norden nicht den Sicherheitsanforderungen eines so genannten Risikospiels entspricht, stand im Vorhinein fest, dass die Begegnung auf neutralem Boden ausgetragen werden muss. Schließlich kann das Heimrecht neuerdings nicht mehr an den Gegner abgetreten werden.

Als Ausweichort war das Paul-Janes-Stadion vorgesehen, das aber wegen der Europameisterschafts-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft U17 über die Ostertage nicht zur Verfügung steht. "Weil das Stadion belegt war und wegen all der Osterdemonstrationen, die bei der Polizei natürlich Priorität besitzen, war schnell klar, dass es nicht zu dem Spiel am Ostermontag kommen würde", berichtet Konrad Weiß, der Sicherheitsbeauftragte des TVKW. "Umso überraschter waren wir auch, dass das Spiel nicht aus der Planung genommen wurde. Denn dass der Termin nicht wahrgenommen werden kann, war mindestens seit vier Wochen klar."

Als Alternativtermin kam schnell der 20. April in die Planung. "Der Ersatztermin war mit der Stadt, der Security und Polizei abgesprochen. Auch der Staffelleiter wusste von dem Termin, doch dann wurde urplötzlich die Partie Schwarz-Weiß Essen gegen Uerdingen auf den einzigen Tag verlegt, auf den wir unsere Planungen aufgebaut hatten", berichtet Weiß weiter. In der Folge habe der TVKW weitere Termine angeboten - darunter der 16. und 18. Mai. "Diese Termine würden in die letzten drei Spieltage einfließen, worauf uns der Staffelleiter sagte: Entweder ihr spielt am 28. März oder gar nicht. Diese Äußerung wirkt auf mich lustlos und unengagiert", kritisiert Weiß. Die Partie TVKW gegen Uerdingen wurde nun mit 0:2 gewertet. Doch die Düsseldorfer lassen nichts unversucht, um das Spiel doch noch auszutragen. "Wir haben zehn Tage Zeit, um Einspruch zu erheben - und das werden wir auch machen", sagt Trainer Giuseppe Montalto. "Der Staffelleiter wusste um unsere Problematik, deswegen verstehe ich nicht, wieso er den Termin an Essen vergibt. Wir wollen aber unbedingt spielen, denn man steigt doch gerade auf, um solche Spiele zu spielen."

FVN-Staffelleiter Clemens Lüning weist diese Vorwürfe von sich: "Das stimmt nicht. Der 20. April stand gar nicht zur Diskussion und war vorzeitig an Essen vergeben. Der TVKW hat erst drei Wochen vor dem Spieltag angefangen, sich um einen Termin zu kümmern. Das weiß der Verein, und das habe ich ihm auch schriftlich mitgeteilt." Die Fronten scheinen verhärtet.

Quelle: RP
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