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KFC reist zum Top-Spiel nach Velbert

Lokalsport: KFC reist zum Top-Spiel nach Velbert
Sebastian Hirsch (links), der in dieser Szene in der Partie gegen Schalke einen Zweikampf gegen seinen damaligen Gegenspieler und heutigen Mannschaftskollegen Pascale Talarski bestreitet, ist seit Montag wieder im Mannschaftstraining und könnte morgen zum Kader gehören. FOTO: Revierfoto
Oberliga. Fußball: Um 15 Uhr wird morgen das Duell zwischen dem Ersten und dem Zweiten der Oberliga angepfiffen. Für Uerdingens Trainer André Pawlak ist es außerdem noch ein Wiedersehen mit seinem früheren Verein. Von Oliver Schaulandt

Wenn morgen um 15 Uhr in der Crisopeit Sport-Arena in Velbert Zweitliga-Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen die Partie zwischen der dort beheimateten Spielvereinigung und dem KFC Uerdingen anpfeift, dann könnte das der Beginn eines Richtung weisenden Spieles sein. Zwar ist die Saison noch jung, doch sollten die Uerdinger in der Partie nicht mindestens einen Punkt holen, droht die Gefahr, dass die Gastgeber auf fünf Punkte davonziehen, und Uerdingen müssten dann dem Regionalliga-Absteiger hinterherlaufen.

Die Brisanz ist also groß, schließlich wollen die Gastgeber wie auch die Gäste tunlichst nach der Spielzeit bis auf Weiteres nichts mehr mit der Oberliga zu tun haben, sprich: Beide wollen in die Regionalliga. Und da jetzt noch der Erste auf den Zweiten trifft, ist die Partie auch sportlich ein absolutes Spitzenspiel. Beide Mannschaften sind in dieser Saison noch unbesiegt. Velbert hat bislang in den sechs bisherigen Partie noch nicht einmal einen Gegentreffer kassiert. Auch Uerdingens Schlussmann Maurice Schumacher musste erst ein einziges Mal hinter sich greifen - dies ist ebenso ein super Wert nach sechs Spielen.

Und auch die Angriffsreihen sind das beste, das die Oberliga 2016/17 bislang zu bieten hat. 16 Mal trafen die Velberter, 18 Mal die Uerdinger, die mit Danny Rankl (5 Treffer) und Philipp Goris (4 Treffer) die beiden treffsichersten Spieler der Liga stellen. Aber in Velbert gibt es ja auch noch Aliosman Aydin, der noch aus seiner Zeit beim KFC den Fans der Uerdinger ein Begriff sein dürfte und in Velbert schon vier Mal getroffen hat. Allerdings taten sich die Gastgeber zuletzt in Meerbusch lange Zeit schwer, bis endlich der erlösende Siegtreffer fiel.

Für einen der Blau-Roten ist die Partie eine Rückkehr: für André Pawlak. Der Trainer der Uerdinger führte die Velberter einst in die Regionalliga und betreute sie auch dort noch bis zum vergangenen April. "Klar freue ich mich auf den einen oder anderen, aber ich werde jetzt nicht sentimental", sagt Pawlak. "Die Partie ist ein Spitzenspiel, das wir gewinnen wollen."

Vielleicht ist es da von Vorteil, dass Uerdingens Coach den Gegner ziemlich gut kennt. 13 Spieler sind aus "seinem" Regionalliga-Kader noch mit an Bord, fast alle Neuzugänge kommen aus der Regionalliga. "Velberts Kader ist sicherlich von der Qualität vergleichbar mit unserem. Darum habe ich auch immer gesagt, dass Velbert genauso ein großer Aufstiegsfavorit ist wie wir", sagt Pawlak. Er wird seine Mannschaft vor allem auf die Standards einschwören müssen, weil die Velberter bei Kopfbällen als extrem stark gelten. Und hinten drin steht mit Philipp Sprenger einer der besten Torhüter der Regionalliga, findet Pawlak.

In Sachen eigenes Personal kann der Coach der Uerdinger morgen fast aus dem ganz Vollen schöpfen, wenn sich nicht noch überraschend über Nacht etwas gegenteiliges tut. Lediglich der dauerverletzte Charles Takyi ist nicht mit dabei. Auch Sebastian Hirsch ist seit dem vergangenen Montag wieder im Training mit der Mannschaft. "Vielleicht nehme ich ihn auch noch mit in den Kader", sagt Pawlak, der Hirsch aber zum jetzigen Zeitpunkt wenn dann nur als Einwechselspieler ansieht.

Quelle: RP
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