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KFC steht im Spitzenspiel gewaltig unter Druck

Lokalsport: KFC steht im Spitzenspiel gewaltig unter Druck
FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Oberliga. Fußball: Die Uerdinger müssen morgen beim Tabellenzweiten Schonnebeck gewinnen, um den Abstand auf Tabellenführer Wuppertaler SV nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Bei einem Sieg ist der KFC Zweiter. Von Oliver Schaulandt

Michael Boris hat keinen einfachen Start in die abgelaufene Woche gehabt. Der Trainer des KFC Uerdingen hat sich nämlich die Darbietung seines Teams zum Start in die Restsaison der Fußball-Oberliga beim 1. FC Mönchengladbach gleich dreimal angeschaut. 1:1 war die Partie ausgegangen - viel zu wenig für die höchst ambitionierten Uerdinger beim biederen, aber zumindest leidenschaftlich kämpfenden Aufsteiger. "Die Leistung, die wir gebracht haben, war schon enttäuschend", sagt Boris. "Wir haben nicht an die Spiele angeknüpft, wie wir sie von Oktober bis Dezember gezeigt haben."

Was der Trainer damit meint, ist vor allem die Aufteilung auf dem Feld. "Wir haben den Platz zu groß gelassen, haben nicht nachgeschoben", sagt der Coach und meint damit zum Beispiel, dass die Angreifer zu spät auf den ballführenden Spieler der Gladbacher gegangen sind und es dadurch dem Gegner leicht gemacht haben, das Unentschieden zu halten. "Wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dadurch hatte der Drittletzte in der Tabelle mehr Ballbesitz als der Dritte. das darf einfach nicht passieren", sagt Boris.

Nun hat sich der KFC selbst die Situation gebracht, morgen im Auswärtsspiel beim so überraschend starken Aufsteiger Spielvereinigung Schonnebeck unbedingt punkten zu müssen. Zum einen, weil mit einem Sieg die Blau-Roten an Schonnebeck in der Tabelle vorbeiziehen würden - Schonnebeck hat zurzeit einen Punkt mehr als Uerdingen. Und zum anderen aber auch, um Spitzenreiter Wuppertal nicht auf sieben Zähler enteilen zu lassen - vorausgesetzt natürlich, der WSV gewinnt sein Heimspiel gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter.

Nicht nur von der Tabellenkonstellation aus ist die Aufgabe schwierig, sondern auch aufgrund der Umstände. Für Schonnebeck gilt die Partie gegen Uerdingen, die auf dem heimischen Kunstrasenplatz ausgetragen wird und nicht am Uhlenkrug, als einer der Höhepunkte des Jahres. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass es Schonnebecks erstes Ligaspiel in 2016 ist. darauf will sich der Trainer aber nicht verlassen. "Die werden von Beginn an hochmotiviert sein", mutmaßt Michael Boris. Dem heißt es, entsprechend aggressiv entgegen zu treten - eben nicht so wie zuletzt gegen Mönchengladbach. "Das müssen wir ändern, anders wird es nicht gehen", sagt Boris.

Der Coach wird seine Startformation, zumindest Stand gestern Nachmittag, auf einer Position ändern müssen. Fabio Fahrian, der etatmäßige Sechser, ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Für seine Position gibt es zwei Optionen, sagt Boris: Florian Abel wäre die offensive Variante, im Falle der defensiven Marschroute könnte Patrick Ellguth aus der Viererkette zum Sechser hochrücken - dann würde eben ein anderer Innenverteidiger spielen. Weiterhin offen ist, ob Silvio Pagano wieder mitmischen kann. "Wir müssen da noch warten. Bei ihm stehen die Chancen fifty-fifty", sagt Boris. "Wenn er sagt, dass er kann, wird er auch von Beginn an spielen."

Quelle: RP
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