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Entscheidung des Verwaltungsrats
Mitglieder sollen abstimmen, wer den KFC führen soll

KFC Uerdingen: Mitglieder sollten abstimmen, wer den KFC führen soll
Wer wird der neue starke Mann beim KFC Uerdingen - der russische Investor Mikhail Ponomarev? FOTO: HORSTM�LLER GmbH
Fußball. Der Verwaltungsrat des KFC hat erkannt, dass Änderungen im Vorstand des Fußball-Oberligisten notwendig sind. Von Oliver Schaulandt

Als der Vorsitzende des KFC Uerdingen, Agissilaos Kourkoudialos, genannt Lakis, im vergangenen Jahr den russischen Investor Mikhail Ponomarev mit ins KFC-Boot holte, da verkündete der russische Unternehmer, dass er gekommen sei, um Entscheidungen zu fällen. Das könnte Ende Juni dazu führen, dass er künftig ziemlich gewichtige Entscheidungen fallen müsste - als alleiniger Vorsitzender des KFC Uerdingen.

Der Verwaltungsrat des Fußball-Oberligisten, der das höchste gewählte Gremium des Clubs ist und die Mitglieder des Vorstands ernennt, hat am Sonntagabend bekannt gegeben, dass "Änderungen in der Besetzung des Vorstands geboten sind", so heißt es wörtlich in der kurz vor dem Länderspiel veröffentlichten Pressemitteilung. Wie das nun umgesetzt werden soll, dazu will sich der Verwaltungsrat um seinen Vorsitzenden Andreas Galland ein Meinungsbild unter den Mitgliedern machen - bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die für Dienstag, 28. Juni, 19.05 Uhr, einberufen worden ist. Sie wird im Fischelner Burghof, Marienstraße 108, abgehalten werden.

Oder der bisherige Vorsitzende Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos? Dazu wird der Verwaltungsrat nun die Mitglieder befragen. FOTO: Lammertz Thomas

Die Mitglieder erhalten die Einladungen zur Versammlung per Post in den kommenden Tagen. Bei der Versammlung will sich das Gremium äußern, warum es zu dieser Auffassung gekommen ist und sich ein Bild davon machen, ob die Mitglieder das genauso sehen. Im Klartext heißt das: Die Mitglieder sollen entscheiden, ob künftig der bisherige Amtsinhaber Lakis oder aber Ponomarev den Verein führen soll. Oder anders formuliert: Der Verwaltungsrat will sich bei den Mitgliedern rückversichern, eine Entscheidung umzusetzen, die gemeinsam getragen wird. Und die wiederum scheint so auszusehen, Lakis abzusetzen. Denn um lediglich bekannt zu geben, dass Lakis weiter machen will und würde, ist schließlich keine außerordentliche Versammlung notwendig. Dazu will sich der Verwaltungsrat satzungsgemäß ein entsprechendes Votum, aus den Reihen der Vereinsangehörigen abholen - also sozusagen die Erlaubnis, sich gegen Lakis und für Ponomarev zu entscheiden.

Wie die Mitglieder sich entscheiden, ist natürlich völlig offen. Auffällig in der jüngeren Vergangenheit war jedoch, dass sich Lakis zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung zurückgezogen hat. Stattdessen hatte es den Anschein, als ob Ponomarev die wichtigsten Entscheidungen gefällt habe. Zudem war der Eindruck entstanden, als würden die beiden Vereinsführer (Ponomarev ist nominell zweiter Vorsitzender) nicht immer an einem Strang ziehen. Viele deuten dies als ein Anzeichen von Lakis' Amtsmüdigkeit. Auch er selbst hatte in der Vergangenheit schon davon gesprochen, den Posten räumen zu wollen, wenn sich ein entsprechender Nachfolger finden würde. Ob dies nun Ponomarev ist, darüber sollen die Mitglieder befinden.

Quelle: RP
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