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KFC Uerdingen
Vom Bankdrücker zur Nummer eins

KFC Uerdingen: Robin Benz - vom Bankdrücker zur Nummer eins
KFC-Torhüter Robin Benz wirft den Ball auf Verteidiger Christian Dorda ab. FOTO: Samla
Krefeld. Robin Benz wird auch am Samstag beim TuS Erndtebrück das Tor des Regionaligisten KFC Uerdingen hüten. Trainer Stefan Krämer sieht darin kein Problem. Stammtorwart Rene Vollath ist am Hüftbeuger verletzt. Von Thomas Schulze

Normalerweise sitzt Robin Benz auf der Bank. Das ist nicht angenehm, aber für einen Torhüter, der die Nummer zwei ist, Alltag. So geht es fast der Hälfte aller Torhüter, und die Aussicht während einer Saison zum Einsatz zu kommen tendiert gen Null - schließlich vertrauen die Trainer ihrer Nummer eins und nehmen nur im Notfall einen Wechsel vor.

Robin Benz, die Nummer zwei des Regionalligisten KFC Uerdingen, kommt mit dieser eigentlich doch recht frustrierenden Rolle gut zurecht. Unter Anleitung von Torwarttrainer Manfred Gloger arbeitet er tagtäglich mit seinen Kollegen Rene Vollath und Tim Schneider. "Und das mache ich gerne", sagt Benz. "Wir halten bei jedem Training die Spannung hoch, und von Rene kann ich mir viel abgucken, zum Beispiel beim Stellungsspiel, und natürlich profitiere ich auch von seiner Erfahrung."

Der 28 Jahre alte Vollath hat nämlich 38 Zweitligaspiele absolviert und 110 mal in der dritten Liga zwischen den Pfosten gestanden. Doch jetzt ist er verletzt: am Hüftbeuger. Wie lange er ausfällt, ist ungewiss. "Es ist nicht so schlimm", sagt er. "Aber bis Samstag wird es nicht reichen."

So wird beim TuS Erndtebrück wieder Robin Benz das Tor des KFC hüten. Der hat beim 3:0-Sieg gegen den FC Wegberg-Beeck sein Debüt gegeben. Ernsthaft geprüft wurde er in dem Spiel nicht, was seine Aufgabe aber nicht leichter machte, denn manchmal ist es für einen Keeper angenehmer, beschäftigt zu werden und sich auszeichnen zu können, als sich selber warm zu halten und trotz aller Langeweile konzentriert zu bleiben. "Das habe ich versucht, und es ist mir ganz gut gelungen", sagt er. "Ich habe es genossen, auf dem Platz zu stehen, und dann noch daheim vor den Fans. Und natürlich war es wichtig, kein Gegentor zu kassieren. Das ist für einen Torhüter immer gut."

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Von Trainer Stefan Krämer erhält Benz volle Rückendeckung. "Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen", sagt der Coach. "Robin hat das gegen Wegberg so gemacht, wie wir es erwartet hatten: ruhig, abgeklärt, souverän. Natürlich hat er nicht viele Bälle aufs Tor bekommen, aber wir sehen ihn ja täglich im Training. Er hat gute Reflexe, wirkt sehr sicher, wir haben in ihn vollstes Vertrauen."

Ohne Ergebnis ist der Gerichtstermin zwischen Timo Achenbach und dem KFC Uerdingen geblieben. Der ehemalige Kapitän wollte die Teilnahme am Training einklagen. Jetzt haben beide Parteien Vergleichsverhandlungen aufgenommen.

Quelle: RP
 
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