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KFC unterliegt zu Neunt bei TuRU

Lokalsport: KFC unterliegt zu Neunt bei TuRU
Nach gut einer Stunde zeigte Schiedsrichter Marco Lechtenberg die Rote Karte gegen Tim Knetsch. Der Uerdinger hatte zuvor eine Tätlichkeit gegen seinen Gegenspieler begangen. FOTO: Samla
Oberliga. Fußball: Beim 0:2 gegen TuRU Düsseldorf sahen mit Mo Idrissou und Tim Knetsch gleich zwei Uerdinger Spieler die Rote Karte wegen Tätlichkeiten. Der KFC fällt damit auf Rang fünf zurück. Von Oliver Schaulandt

Der KFC Uerdingen hat den erhofften Sprung an die Tabellenspitze der Oberliga verpasst. Gegen den Erzrivalen der vergangenen Jahre, TuRU Düsseldorf, unterlagen die Uerdinger gestern Nachmittag mit 0:2 (0:0) am Flinger Broich. Damit fällt der KFC auf den fünften Tabellenplatz zurück und liegt nun vier Punkte hinter Tabellenführer Meerbusch und zwei Zähler hinter dem Zweiten Wuppertal zurück, die beide aber noch ein Spiel weniger ausgetragen haben als die Uerdinger, so dass bei einem Sieg im Nachholspiel (Meerbusch spielt am Mittwoch gegen Hönnepel-Niedermörmter) der Rückstand des KFC auf sieben Zähler anwachsen würde. Ärgernis zudem: Nach einer Stunde sahen Tim Knetsch und knapp eine Viertelstunde später Mo Idrissou wegen vermeintlicher Tätlichkeiten die Rote Karte und sind beide erst einmal gesperrt.

Trainer Michael Boris hatte sein Team wieder leicht verändert. Mo Idrissou durfte nach abgesessene Sperre erwartungsgemäß wieder von Beginn an ran. Für Silvio Pagano, der sich erkrankt abgemeldet hatte, rückte Sebastian Hirsch auf die linke Offensivposition. Außerdem saß Walid Sekkour zunächst draußen; für ihn spielte Tim Knetsch beim Anpfiff. Und in der Abwehr durfte sich Ioannis Alexiou zunächst das Geschehen von der Bank aus anschauen - für ihn rückte Patrick Ellguth von dessen eigentlicher Sechserposition in die Innenverteidigung, so dass Fabio Fahrian nun den alleinigen Sechser gab. Ellguth blieb nach der Pause mit Schulterverletzung draußen - für ihn kam Alexiou.

Der KFC hatte die ordentliche Form aus der Pokalpartie gegen Rot-Weiß Essen mit nach Düsseldorf genommen. Über weite Strecken waren die Uerdinger entsprechend feldüberlegen, was allerdings fehlte, waren die Tore aus den sich durchaus ergebenen Möglichkeiten. TuRU hingegen setzte im eigenen Stadion auf Konter, hatte aber nur eine wirklich gefährliche Szene, als Shkelzen Imeri nach Rychlik-Flanke freistehend vorbei köpfte. Zuvor hatten die Uerdinger die Partie weitestgehend bestimmt. Nach gut einer Viertelstunde hatte Takehiro Kubo die Führung für die Gäste auf dem Fuß, doch schloss er seinen Drehschuss ein wenig zu hektisch ab. Die größte Möglichkeit zur Führung hatte jedoch Mo Idrissou: Eine Hirsch-Flanke köpfte der Ex-Profi genau in die Arme von Düsseldorfs Torwart Nowicki (35.). Sieben Minuten später hatte TuRUs Keeper erneut eine gute Möglichkeit sich auszuzeichnen, als er einen Freistoß von Hirsch entschärfte.

Nach gut einer Stunde kam's dann bitter für den KFC. Erst musste Knetsch vorzeitig mit Rot zum Duschen (60.), fünf Minuten später ging TuRU durch Imeri mit 1:0 in Führung, nachdem sich Alexiou einen Fehlpass leistete. Und in der 74. Minute gab's die nächste Rote Karte. Bei einem Freistoß hatte Idrissou einen Düsseldorfer umgestoßen. Trotz der doppelten Unterzahl wäre es aber fast doch etwas geworden - zumindest mit einem Punkt: doch Timo Achenbachs Freistoß landete nur an der Latte. Für den Endstand sorgte dann Kashiwase mit seinem Tor in der Nachspielzeit. "Wir haben das Spiel durch unsere eigene Dummheit verloren", sagte Uerdingens Sportlicher Leiter, Horst Riege.

Quelle: RP
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