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KFC will mit Boris in die Regionalliga

Lokalsport: KFC will mit Boris in die Regionalliga
Der zweite Vorsitzende Mikhail Ponomarew, Vereins-Boss Lakis und der neue Trainer Michael Boris wollen mit dem KFC in dieser Saison zurück in die Regionalliga - und dann zügig die dritte Liga anpeilen. FOTO: Thomas Lammertz
Fußball. Der KFC Uerdingen hat gestern seinen neuen Cheftrainer Michael Boris offiziell vorgestellt. Der neue Coach soll den Club sofort zum Wiederaufstieg führen. Der Etat liegt im hohen sechsstelligen Bereich. Tim Knetsch verlängert. Von Oliver Schaulandt

Es war so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren, gestern Nachmittag im hübsch gestalteten Businessraum des KFC Uerdingen. Michael Boris war da, der neue Cheftrainer des KFC, und eingerahmt von Vereinsboss Lakis und dem zweiten Vorsitzenden Mikhail Ponomarew, verkündete seine Ziele für die kommende Spielzeit: "Wir wollen zurück in die Regionalliga", sagte der 40-Jährige. "Ich habe meinen Trainerschein schließlich nicht gemacht, um in der Oberliga zu trainieren."

Das klingt ehrgeizig, und das ganze Unternehmen wird es auch sein. Am 1. Juli, also am kommenden Mittwoch, soll um 16 Uhr Trainingsauftakt sein, und bislang hat der KFC erst fünf Spieler unter Vertrag: Ahmet Drevina und Denis Jovanovic nämlich, die noch Vertrag hatten, sowie Sebastian Hirsch (der vor ein paar Tagen verlängerte) und Tim Knetsch (der gestern um zwei Jahre verlängerte). Erst ein Neuzugang steht auf der Liste, nämlich Torwart Ahmet Taner, der aus Sonsbeck kommt. Außerdem sollen noch Ioannis Alexiou, Patrick Ellguth und Talent Marvin Matten in den kommenden Tagen unterschreiben. Kofi Schulz wäre auch ein Kandidat zum Bleiben gewesen, doch er wechselt in die Schweiz zum dortigen Zweitligisten FC Biel-Bienne. Aus Siegen, von seinem Ex-Club, will Boris jedenfalls keine Spieler mitbringen. 16 Spieler will er zum Trainingsauftakt begrüßen können, die sich dann an ihn erst einmal gewöhnen müssen. "Ob sie dann Trainer Du oder Trainer Sie sagen, ist mir dann egal. Die Spieler werden nach zehn Tagen wissen, dass ich nicht deren bester Kumpel bin. Es wird für sie sicherlich witzigere Zeiten geben als die Vorbereitung unter Boris", kündigte der neue Coach an, dem in Sachen Personal aber ein wenig die Zeit wegläuft.

"Wir wissen natürlich, dass die Zeit knapp ist. Wir wollen eine Mannschaft mit jungen, gierigen Spielern zusammenstellen und sehen den Abstieg als Chance, einen Neuaufbau zu starten", sagte Boris, der sich dazu Hilfe von seinem langjährigen Co-Trainer Frank Döpper holt, einen Torwart-Trainer holen will (zwei Kandidaten soll es geben) sowie mit Boris Wassong auch einen Athletiktrainer ins Team nehmen wird. "In der Regionalliga verzichten manche Spieler auf Geld, um überhaupt dort spielen zu dürfen. In der Oberliga musst du daher mehr zahlen, um gute Spieler zu bekommen", sagte Boris, der im vergangenen Sommer seinen Fußball-Lehrer mit der Note 2,0 gemacht hat - zusammen übrigens mit Valerie Ismael, Joe Zinnbauer und Markus Feldhoff.

Klingt also, als wäre das Unternehmen Wiederaufstieg ein ziemlich teures Unterfangen, zumal ja auch der Wuppertaler SV (angeblich rund 800 000 Euro Etat) und der 1. FC Bocholt als finanzstark gelten. Und in der Tat ist der Etat des KFC diesmal höher als zuletzt in der Regionalliga. "Wir haben einen hohen sechsstelligen Etat", sagte Vorsitzender Lakis. Einen Teil dieses Betrages könnte auch von einem neuen Trikotsponsor kommen. "Zu 90, 95 Prozent werde ich nicht mehr auf dem Trikot sein. Wir wollen in den kommenden zwei Wochen einen neuen Sponsor präsentieren, aber da ist derzeit noch nichts unterschrieben", kündigte Lakis an.

Ob sich auch Mikhail Ponomarew in die Finanzierung mit einbringt, dazu wurde gestern nichts erzählt. Allerdings kündigte auch der Unternehmer aus Russland an: "Wir wollen so schnell wie möglich wieder hoch und so schnell wie möglich in die Dritte Liga. Wir wissen, dass das kein Spaziergang wird, allein schon, weil man als Meister der Regionalliga ja auch noch ein Relegationsspiel bestreiten muss. Aber wir werden es angehen."

Quelle: RP
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