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Marcel Reichwein erlöst den KFC

Lokalsport: Marcel Reichwein erlöst den KFC
Marcel Reichwein kam gegen Erndtebrück in der 65. Minute ins Spiel. In der 83. Minute sprang er in eine Flanke von Neuzugang Christian Müller und traf zum 1:0-Endstand in die Maschen. FOTO: Thomas Lammertz
Regionalliga. Fußball: Im Duell der beiden Aufsteiger spielte der KFC fast eine Stunde lang in Überzahl, aber erst in der 83. Minute fiel der erlösende Siegtreffer zum 1:0 gegen Erndtebrück. Damit sind die Uerdinger seit sechs Spielen ohne Gegentor. Von Heinrich Löhr

Weiterhin streng minimalistisch gibt sich der KFC Uerdingen. Im Duell der Aufsteiger fuhr er am Samstag gegen den TuS Erndtebrück einen 1:0 (0:0) Heimerfolg ein. 59 Minuten spielte er dabei in Überzahl, und von daher muss dieser Sieg, mit dem die Uerdinger die Tabellenführung, die sie am Freitagabend kurzzeitig an die Kölner Viktoria abgegeben hatten, verteidigten, als äußerst schmeichelhaft bezeichnet werden. Für das Wiesinger-Team war dieser Erfolg der sechste Sieg mit lediglich einem Treffer Unterschied. Allerdings blieb die Mannschaft im jetzt schon sechsten Spiel in Folge ohne Gegentor.

Der oberste Uerdinger Übungsleiter hatte die beiden Spieler, die am Mittwoch im Pokal zusammen sechs Tore erzielt hatten, zunächst auf der Bank gelassen. In der Sturmspitze erhielt Lucas Musculus den Vorzug vor Marcel Reichwein, und auch für Neuzugang Christian Müller reichte es noch nicht für das Startelfdebüt. Doch sein Einsatz sollte schneller als erwartet kommen. Denn schon nach 30 Minuten beorderte Wiesinger alle seine Auswechselspieler zum Warmmachen. "Wenn die anderen so spielen", kommentierte dies Co-Trainer Stefan Reisinger, der die Aufwärmübungen leitete, unzufrieden. Denn bis dato vermochten die elf Uerdinger Akteure, die auf dem Platz standen, keinen Druck aufzubauen, schafften es nicht, das Tor des Gegners ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Turbulent wurde es in der 36. Spielminute, als sich Erndtebrücks Abwehrspieler Mory Konate binnen einer Viertelstunde zum zweiten Mal zu einem dummen Foul im Mittelfeld hinreißen ließ und von Schiedsrichter Alain Durieux konsequenter- und richtigerweise mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Der stammt übrigens aus Luxemburg und leitete die Partie im Zuge eines Austauschprogramms. Erndtebrück opferte Angreifer Yuki Nishiya zu Gunsten des Abwehrspielers Marco Rente, und Wiesinger wechselte Müller für Jan Holldack ein, um so - wie er sagte - vorne und im Zentrum mehr Präsenz zu schaffen.

Eine Rechnung, die auch trotz der nummerischen Überzahl nicht aufging. Im Gegenteil, in der 54. Minute lief Hedon Selishta alleine auf das KFC-Tor zu, doch Torwart René Vollath blieb in dieser Eins-zu-Eins-Situation Sieger. "Unser Torwart wird von Woche zu Woche besser", fand auch Trainer Wiesinger lobende Worte.

Die 1863 Zuschauer in der Grotenburg sahen auch weiterhin in Teilen unbeholfene Angriffsbemühungen ihrer Elf. In der 65. Minute schärfte Trainer Wiesinger mit der Einwechslung Reichweins für Musculus die Sturmspitze. Mit Erfolg, denn in der 83. Minute köpfte der hoch aufgewachsene Angreifer eine butterweiche Flanke von Müller zum Tor des Tages ein. Trotz eines nicht guten Spiels, die Fans feierten ihre Mannschaft. Die hatte die FARE-Aktionswoche unterstützt und war in eigens gefertigten Sondertrikots mit dem Aufdruck "Love Oeding - KFC-Fans gegen Rassismus - Hate Racism" aufgelaufen.

Quelle: RP
 
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