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KFC gewinnt Nachholspiel
Uerdingen macht den nächsten Schritt

KFC gewinnt Nachholspiel: Uerdingen macht den nächsten Schritt
Zwei Gratulanten, zwei FOTO: Christian Dorda, Marcel Reichwein, Oguzhan Kefkir und Maximilian Beister. Foto: Samla
Krefeld. Der KFC baut die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga aus. Die Mannschaft von Stefan Krämer gewinnt das Nachholspiel gegen den FC Wegberg-Beeck mit 3:0. Reichwein, Krempicki und Beister treffen. Von Thomas Schulze

Uerdingens Trainer Stefan Krämer hatte seine Mannschaft auf vier Positionen verändert. "Ich werde nichts Verrücktes machen und wie wild rotieren", hatte er gesagt. "Aber ich werde schauen, wer frisch ist und wem eine Pause gut tut. Schließlich haben wir am Samstag schon das nächste Spiel." Dann tritt der KFC beim TuS Erndtebrück an, dem die Uerdinger Fans heute sicherlich die Daumen drücken, denn er bestreitet sein Nachholspiel gegen Viktoria Köln.

Krämer setzte beim 3:0 (2:0-Sieg gegen Wegberg-Beeck auf geballte Erfahrung. Dass Verteidiger Alexander Bittroff, der beim 4:2-Sieg gegen Oberhausen wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt war, wieder in die Anfangsformation zurückkehren würde, war klar. Aber nicht nur Jan Holldack musste auf der Bank Platz nehmen, sondern auch Joshua Endres und Torjäger Lucas Musculus. Dafür kamen im Mittelfeld der 34 Jahre alte Christian Müller, der 17 Bundesliga- und 91 Zweitligaspiele absolviert hat, und im Sturm der 32 Jahre alte Marcel Reichwein, der 64 Zweitliga- und 193 Begegnungen in der Dritten Liga bestritten hat. Und zwischen den Pfosten wurde notgedrungen gewechselt: Für den zweitligaerfahrenen, aber verletzten Rene Vollath hütete erstmals der 22 Jahre alte Robin Benz in einem Meisterschaftsspiel das Tor, der jedoch weitgehend beschäftigungslos blieb.

Dass Krämer diesmal ganz auf Erfahrung setzte, war durchaus nachvollziehbar - nicht nur wegen des Torwartwechsels. Er erwartete einen defensiv eingestellten Abstiegskandidaten, gegen den es bei aller Überlegenheit möglicherweise Geduld und Nervenstärke bedürfen würde. Doch der Coach hatte die Maßgabe mit auf den Weg gegeben, ein frühes Tor vorzulegen, um sofort Ruhe und Sicherheit zu erlangen.

Die Gastgeber waren von der ersten Sekunde an drückend überlegen und hätten eigentlich bereits nach 200 Sekunden in Führung gehen müssen - doch das war wahrscheinlich zu leicht: Maximilian Beister schoss aus sechs Metern völlig freistehend über das Tor. Und nur 100 Sekunden später nahm Müller aus 25 Metern Maß - und traf mit einem fulminanten Schuss den Pfosten. Damit hatte der KFC zumindest schon einmal zwei Duftmarken gesetzt.

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Nach einer Viertelstunde war es dann aber so weit. Einen Pass von Tanju Öztürk verlängerte Beister auf Reichwein, der aus 16 Metern flach ins Eck traf. Welch eine Wohltat für den Torjäger, der zuletzt Mitte November über seinen letzten Treffer beim 2:1 gegen Wiedenbrück gejubelt und später Pech bei einem Lattenkopfball hatte. Connor Krempicki sorgte jedoch für das schnelle 2:0, so dass es ab der 20. Minute eigentlich nur noch um die Höhe des Resultates ging, denn anders als Oberhausen wenige Tage zuvor - die Rot-Weißen waren nach dem 3:0 noch auf 3:2 heran gekommen - waren die Gäste zu schwach für eine solche Aufholjagd.

Nach dem Wechsel erzielte dann auch Maximilian Beister sein Tor. Es war für den im Januar gekommenen Torjäger bereits der siebte Saisontreffer. Danach durfte er ebenso wie Öztürk das Feld verlassen, was mit Blick auf die Partie am Samstag in Erndtebrück nur allzu verständlich war.

Doch ganz so einfach, wie nach 20 Minuten vermutet, gestaltete sich die Partie bei Regen, später Blitz und Donner, dann doch nicht. Zwar geriet das Uerdinger Tor nicht einmal wirklich ernsthaft in Gefahr, doch ein Schützenfest gab es auch nicht. In der Schlussphase vergaben die Krefelder gleich reihenweise gute Chancen. Doch die Fans reagierten verständnisvoll angesichts der Terminhatz.

So war es am Ende der erwartete Pflichtsieg. "Wir haben den nächsten Schritt gemacht", sagte der zweite Vorsitzende Nico Weinhart nüchtern. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Quelle: RP
 
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