| 00.00 Uhr

Lokalsport
... und jetzt kommt Hönnepel...

Lokalsport: ... und jetzt kommt Hönnepel...
FOTO: samla.de
Oberliga. Fußball: Nach dem "Kaviarspiel" gegen den MSV Duisburg spielt heute der Tabellenvorletzte der Oberliga in der Grotenburg. Von Oliver Schaulandt

Sonntag gegen den Spitzenreiter der Dritten Liga, den MSV Duisburg, Mittwoch gegen den Tabellenvorletzten der Oberliga, den SV Hönnepel-Niedermörmter (Schlachtruf: "Und der Acker bebt am Niederrhein") - noch viel größer könnten die Unterschiede zwischen zwei Spielen, die der KFC Uerdingen bestreiten muss, kaum sein. Nach dem Kaviar gibt's also heute wieder trocken Brot, wenn es nach dem Pokal-Höhepunkt in den Liga-Alltag zurück geht. Der heißt eben Hö-Nie, und die Partie wird um 19.30 Uhr in der Grotenburg angepfiffen. Da heißt es nun für Trainer André Pawlak, sein Team wieder auf den Alltag in der Liga einzunorden. "Das war eigentlich gar nicht so schwierig. Tenor im Training war: ,Das war eine geile Atmosphäre, das wollen wir öfter haben'. Da habe ich den Jungs gesagt: ,Ihr müsst nur aufsteigen'", plaudert der Coach ein wenig aus dem Nähkästchen.

7320 Zuschauer schauten am Sonntag das Pokal-Achtelfinale, wenn heute die 2000er Schallmauer geknackt würde, würden sie sich beim KFC die Hände reiben - wobei manch anderer Oberligist bei den normalen Zuschauerzahlen der Uerdinger sich vor lauter Glückseligkeit kaum noch zu lassen wüsste. Doch die Ansprüche bei den Blau-Roten sind eben höher, schließlich soll am Ende der Saison ja der Aufstieg stehen. Und der bislang eingeschlagene Weg scheint zu stimmen, denn derzeit sind die Uerdinger ja bekanntlich Tabellenführer der Oberliga.

Ein Grund für die Erfolgsserie - die Uerdinger sind nachwievor unbesiegt - war sicherlich auch, dass Trainer André Pawlak bislang nur wenige Änderungen in seiner Startaufstellung vornehmen musste. Diesmal indes muss er umbauen - teils freiwillig, teils gezwungen. Leon Binder ist gegen Duisburg auch für Pawlak überraschend doch spielberechtigt, weil seine fünfte Gelbe Karte der Saison entgegen der Information vom Sonntag sich nun doch nicht auf die in die Liga auswirkt. Allerdings ist angeschlagen; fällt er aus, dürfte wahrscheinlich Fabio Fahrian von Beginn an auf dem Feld stehen.

Sicher nicht dabei sein wird Sascha Tobor. Der Abwehrspieler hatte sich gegen Duisburg schon früh mit einer tiefen Fleischwunde verabschiedet; wahrscheinlich fällt er sogar zwei bis drei Wochen aus, weil der Schnitt genäht wurde. Für ihn kommt Marvin Matten, der gegen Duisburg nach Tobors Auswechselung kam, erneut zum Zug. Offen ist noch, ob der Trainer einigen Spielern aus dem harten Kern der Dauerrenner eine kleine Verschnaufpause gönnt - Kapitän Timo Achenbach zum Beispiel, oder auch Innenverteidiger Patrick Ellguth wären mögliche Kadidaten.

Andererseits braucht das Team auch solche Führungsspieler, die die nötige Geduld und Erfahrung mitbringen, um gegen den Vorletzten den anderen entsprechend Dampf zu machen. "Wir müssen gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter da weiterzumachen, wo wir am vergangenen Sonntag aufgehört haben. Wir werden wieder alles geben müssen, um die drei Punkte in der Grotenburg zu behalten. Dieses Match hat für uns dabei ganz andere Vorzeichen. Wir müssen gegen einen tiefer stehenden Gegner wieder mehr agieren, um die Defensive zu knacken", sagt Pawlak zu seinem Konzept für die nächsten drei Punkte - damit in Krefeld die (Groten-) Burg wieder bebt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: ... und jetzt kommt Hönnepel...


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.