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Krefelder Dojo feiert Erfolge beim eigenen Turnier

Lokalsport: Krefelder Dojo feiert Erfolge beim eigenen Turnier
Die Krefelderin Diana Niedereè beim Kumite: Sie darf den Gegner nicht berühren, sonst wird sie disqualifiziert. FOTO: Marc Mocznik
Karate. Beim Turnier des Nakayama-Dojos rangen 120 Starter aus NRW um den Sieg im Turnier der Kämpfer ohne Schwarzgurt. Von Sven Schalljo

120 Teilnehmer von 15 Vereinen aus ganz NRW starteten am Samstag beim großen Nachwuchsturnier des Nakayama-Karate-Dojo in Krefeld. Wobei der Begriff "Nachwuchs", den die Veranstalter verwenden, für Außenstehende etwas irreführend ist, denn tatsächlich richtete sich die Teilnahme nicht nach dem Alter, sondern nach den Karate-Fähigkeiten. "Nachwuchs" bei diesem Turnier bedeutet mithin, dass der Kämpfer noch nicht den schwarzen Gürtel erreicht hat. Beim samstäglichen Turnier gingen so auch über 50-Jährige an den Start.

Mit dabei war für das veranstaltende Dojo auch der 12-jährige René Schneider. Er wurde vergangenes Jahr Deutscher Meister im Kata (Formenkampf) und holte dieses Jahr in der Altersklasse der 12- bis 14-Jährigen (bei den Meisterschaften ist das Alter das Kriterium) jeweils den dritten Platz in Kata und Kumite.

Kata bedeutet dabei, dass bestimmte Bewegungsabläufe in einer Art "Schattenkampf" möglichst perfekt vorgeführt werden müssen. Im Kumite hingegen treten zwei Kämpfer gegeneinander an und müssen Angriffe und Verteidigungsmanöver vorführen. Allerdings ist Kontakt verboten und führt zur Disqualifikation. Karate strebt vor allem nach Perfektion in den Bewegungsabläufen.

Bereits mit sechs Jahren begann René mit dem Karate und konnte sich nun in die nationale Elite seiner Altersklasse hocharbeiten. Entsprechend stolz ist Melanie Teeuwen, eine seiner Trainerinnen. Beim Turnier am Samstag allerdings konnte der junge Rotschopf nicht seine beste Leistung abrufen und schied unplatziert aus.

Das Krefelder Dojo, insgesamt 120 Mitglieder - davon 15 mit dem schwarzen Gürtel - stark, nahm mit vielen Startern teil. Diese hielten dann auch die Fahnen des Dojo hoch und holten gute Platzierungen. So wurde Evelina Gossen Dritte im Kata. Robert Wiertz holte mit über 40 Jahren den dritten Platz im Kumite. Tom Ramos landete auf Rang zwei. Im Team, wobei die Einzelpunkte addiert werden, holten überdies Lara Yilmaz, Tom Ramos und Dawid Zajdel ebenfalls einen dritten Rang im Kumite.

Benannt ist das Dojo übrigens nach einem berühmten Karateka, der in den 60er Jahren das Wettkampf-Karate begründete und 1987 verstarb. Nach langer Arbeit der Vertreter ist der Sport unlängst auch ins olympische Programm aufgenommen worden und wird bei den nächsten Spielen in Tokio dabei sein.

Quelle: RP
 
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