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Lokalsport
KSV Germania verlässt die Oberliga

Ringen. Der Verein sieht die Jugendarbeit durch die Verbandsbeschlüsse gefährdert.

Der KSV Germania Krefeld zeiht sein Team überraschend aus der Oberliga zurück. Das gab der Verein gestern per Presseerklärung bekannt. "In den vergangenen Jahren haben wir versucht, durch aktive Jugendarbeit unsere Mannschaften vorrangig mit eigenen Leuten zu besetzen. Dabei stand im Vordergrund, unsere Sportler vom Kindesalter über die Pubertät zu halten und an den Sport zu binden. Das ist uns auch sehr gut gelungen. Wir begleiten unsere Jugendlichen ebenso im Bereich Schule und Beruf und leben hier im Verein vorbildliche Integrationsarbeit. Durch unsere Arbeit dachten wir, den Ringkampfsport in NRW nach vorne zu bringen. Scheinbar haben wir uns geirrt", sagte Pressesprecher Michael Laumen.

Durch die Öffnung der Ligen in Richtung Niederlande und Belgien würden die Nachwuchssportler stark benachteiligt. Die Förderung von Kampfgemeinschaften spare Jugendarbeit und sorge dafür, dass der schwächere Verein stirbt. "Beispiele dafür brauchen wir sicherlich nicht anführen. Die gängige Masche, fertige Ringer einzukaufen, spart vielen die Jugendarbeit", so Laumen.

Der Hauptgrund für den Rückzug der Oberligamannschaft sein allerdings der Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Ringerverbandes vom 31. Mai 2015. Demnach dürfen in Zukunft alle EU-Ausländer starten, vermutlich, um noch mehr Jugendarbeit einzusparen. "Wir sind nicht bereit, unsere Eigengewächse gegen übermächtige Oberliga-Mannschaften antreten zu lassen und werden mit unseren Jungs in der nächsten Saison in der Verbandsliga antreten. Wir werden weiterhin in Krefeld spannenden Ringkampfsport mit hervorragender Stimmung in der Sporthalle an der Steinstraße bieten und freuen uns auf die Saison 2016", erklärte Laumen.

Quelle: RP
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