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Lokalsport
Lisa Schmidla auf dem Göttersee

Rudern. Der World-Cup in Luzern ist für die Ruderin des CRC auf dem Weg nach Rio eine Standortbestimmung

Für Lisa Schmidla vom Crefelder Ruder-Club geht es am kommenden Wochenende beim 2. World-Cup in Luzern/Schweiz rund. Auch die amtierenden Weltmeisterinnen aus den USA sind dort am Start wie auch die starken Boote aus den Niederlanden, Australien und Polen. Im Olympiajahr ist Luzern die erste große Standortbestimmung für die Olympiaboote.

Nicht alle Nationen sind in den einzelnen Bootsklassen vertreten, denn erst gestern wurden die restlichen zwei Bootsplätze ausgerudert, hier hat sich China vor den amtierenden Olympiasiegerinnen aus der Ukraine durchgesetzt. Neuseeland, Großbritannien, Rumänien und Russland sind raus aus dem Rennen um die Olympiaplätze.

Der Göttersee, wie der Rotsee auch gerne in Ruderkreisen genannt wird, hat am kommenden Wochenende die gesamte Weltelite zu Gast. Die Überseenationen sind zur Standortbestimmung nach Europa angereist. Für Schmidla geht es direkt gegen die Weltmeisterinnen aus den USA, die bei der WM in Auigebelette/Frankreich dem Deutschen Vierer die einzige und auch leider schwerwiegendste Niederlage in der vergangenen Saison beibrachten. Aber der Vierer von Schmidla hat mit dem Gewinn des EM-Titels vor 14 Tagen in Brandenburg bereits ordentlich Selbstvertrauen getankt. "Das waren sehr irreguläre Bedingungen in Brandenburg, wir sind mit den starken Wellen gut zurecht gekommen, aber ich bewerte das Ergebnis nicht über. In Luzern wird sich bei gutem Wasser zeigen, wo wir stehen", so Schmidla. Dass sie nicht nur mitrudern wollen, sondern gerne wieder das Heft des Handelns in die Hand nehmen wollen steht für Schmidla außer Frage. "Nur mitfahren ist nicht unser Anspruch, wir wollen direkt zeigen, dass der Weg nach vorne nur über uns führt", weiß Schlagfrau Schmidla, die dabei auf die Olympia erfahrenen Carina Bär aus Heilbronn und Annekatrin Thiele aus Leipzig bauen darf, die 2012 in London Silber gewonnen hatten. Vervollständigt wird das Quartett durch Marie-Catherine Arnold aus Hannover. 12 Tage haben sie sich gemeinsam in Berlin unter den wachsamen Augen von Bundestrainer Sven Ueck vorbereitet. "Der Rhythmus bei der hohen Schlagzahl passt noch nicht ganz, da müssen wir besser werden, wir haben technisch immer noch Reserven", so Schmidla die als Schlagfrau den Deutschen Vierer in der Erfolgsspur halten will.

Bevor es am Mittwoch für Schmidla mit dem Flieger nach Luzern geht, hat sie zwei Tage zu Hause am Elfrather See trainieren können, aber auch hier geb es ordentlich Wind, so dass das Training auf dem Ergometer stattfinden musste. Freitag finden die Vorläufe statt, Samstag die Hoffnungsläufe, die sich der DRV Vierer durch einen Sieg gerne sparen möchte, bevor dann am Sonntag das Finale startet, dann hoffentlich mit Schmidla auf der Mittelbahn - der Favoritenbahn.

Quelle: RP
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