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Lokalsport
Meister Königshof will Nachbarschaftshilfe leisten

Lokalsport: Meister Königshof will Nachbarschaftshilfe leisten
Der SSV Gartenstadt muss im Derby gegen Germania Oppum auf Marvin Didelot verzichten. FOTO: Lammertz
Handball-Landesliga. Die Meister-Feierlichkeiten konnten die Reserve der DJK Adler Königshof nicht stoppen, auch wenn im Derby bei Germania Oppum (30:28) die Adler bisweilen fahrlässig wirkten. "Es war klar, dass es nicht einfach werden würde, die Spannung konstant hoch zu halten. Insgesamt haben wir das jedoch gut gelöst und in der Schlussphase rechtzeitig die Kurve bekommen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Zweifel an einem Erfolg", sagt Trainer Ron Andrae. Von Marcel Püttmanns

Im letzten Heimspiel der Saison (Sa. 19.30) wollen die Adler nun Nachbarschaftshilfe für den SSV Gartenstadt leisten. Ein Sieg über den TV Erkelenz würde die Chancen auf den Klassenverbleib für den Lokalrivalen deutlich erhöhen. "Es wäre schön, wenn auch in der kommenden Spielzeit alle Krefelder Clubs in der Landesliga an den Start gehen könnten", sagt der Coach.

Dem SSV Gartenstadt bleibt im Saisonendspurt nichts erspart. Mit Yannik Bleichroth, Karsten Schmitz und Marvin Didelot wird den Gartenstädtern in den beiden kommenden Spielen der gesamte etatmäßige Rückraum fehlen. Besonders der Ausfall von Torjäger Didelot trifft die Mannschaft von Trainer Rolf Becker. Der Scharfschütze war seit dem Aufstieg so etwas wie die Lebensversicherung des Vorletzten.

"Der Endspurt wird zu einem Kraftakt. So wie es aussieht, kommt es am letzten Spieltag zum Showdown in Erkelenz. Vorausgesetzt natürlich, Adler gewinnt am Wochenende gegen unseren ärgsten Konkurrenten", sagt Becker. Ein eigener Erfolg im Stadtderby gegen Germania Oppum (Sa. 17 Uhr) würde zudem die Stimmung deutlich aufhellen. Auf Gastgeschenke seitens der Germanen dürfen sich die Hausherren allerdings nicht einstellen.

Zwar ist der Ligaverbleib seit dem Wochenende besiegelt, aber die Derby-Bilanz bedarf einer Aufbesserung. Bisher verlor die Mannschaft von Trainer Sebastian Welsch alle fünf Vergleiche mit den drei Lokalrivalen. Um dies zu ändern, benötigen die Oppumer mehr Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit in der Offensive. Gegen Königshof war bei vielen Angriffsbemühungen keine klare Linie zu erkennen. Daneben ließ der Tabellenneunte wieder zahlreiche Chancen liegen. Der Erfolg basierte zuletzt vielfach auf der Willensstärke einzelner Akteure wie etwa Janek Pudeg.

Dem SC Bayer Uerdingen fehlen im Saisonendspurt nach wie voraussichtlich zwei Zähler für den Ligaverbleib. Es sei denn, Mitkonkurrent Gartenstadt verliert die beiden letzten Partien, dann könnten die Feierlichkeiten sofort beginnen. Auf solch Überlegungen will sich der Aufsteiger jedoch gar nicht erst einlassen und aus eigener Kraft den Klassenverbleib stemmen. Zuletzt erhielten die Hoffnungen auf baldige Erlösung gegen St. Tönis den fast schon erwarteten Dämpfer (21:36). Die Niederlage möchte Trainer Christoph Müller allerdings nicht überbewerten: "St. Tönis ist eine andere Hausnummer. Wir haben dennoch gute Ansätze gezeigt und müssen die Pleite schnell abhaken." Am Samstag (20 Uhr) gastieren die Uerdinger beim ATV Biesel.

Quelle: RP
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