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Lokalsport
Minden ist für HSG schwer auszumachen

Lokalsport: Minden ist für HSG schwer auszumachen
Der Krefelder Zweimetermann Stephan Pletz ist für die gegnerische Abwehr nicht leicht zu stoppen. Der Rückraumspieler traf in den bisherigen drei Saisonspielen schon 19 mal ins Tor des Gegners. FOTO: Lothar Strücken
Dritte. Handball: Am kommenden Sonntag gastiert die Mannschaft von Trainer Olaf Mast um 14 Uhr bei der Zweitligareserve des ostwestfälischen Traditionsvereins, der notfalls auf Spieler aus der A-Jugend und der Ersten zurückgreifen kann. Von Heinrich Löhr

Liga Auf ein Kontrastprogramm zum Heimspiel gegen den Neusser HV am vergangenen Sonntag müssen sich die Handballer der HSG Krefeld am kommenden Sonntag einstellen. Mehr als 500 Zuschauer sahen das 32:26 im Spitzenspiel gegen den Mitmeisterschaftsfavoriten aus der Quirinusstadt, kaum ein Zehntel dieser Zahl wird beim Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des Zweitligisten GWD Minden anwesend sein. Katalysator dieser Totengräberatmosphäre ist dabei sicherlich die Anwurfzeit von 14 Uhr, die für die Sporthalle der Hauptschule im Mindener Stadtteil Dankersen gewählt wurde.

"So wie uns heute die tolle Kulisse gepusht hat, so werden wir uns beim nächsten Spiel in Minden selbst motivieren müssen", hatte HSG-Trainer Olaf Mast schon gleich nach der Spitzenpartie gegen Neuss gesagt. Der sonntägliche Gegner hat wie Krefeld auch seine Auftaktpartie verloren und dieser dann zwei Siege folgen lassen. Auch das eint mit Krefeld. Aufgrund des besseren Trefferverhältnisses rangiert Minden II als Tabellenvierter aber drei Plätze vor der HSG. Wie genau das Gesicht des Gegners am Sonntag aussehen wird bleib abzuwarten, denn bei Zweitvertretungen ist dies im Vorfeld nur schwer auszumachen. Die Erste spielt erst abends um 17 Uhr und gilt in der 2. Bundesliga als Aufstiegskandidat. Auch aus der A-Jugend könnte der eine oder andere Akteur auflaufen, die einen Tag früher beim TuS Ferndorf aktiv ist. "Ist mir letztendlich aber alles egal. Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen und bauen vor allen Dingen wieder auf unsere gute Abwehr.", sagt HSG-Trainer Mast, der von diesen Gedankenspielen nicht viel hält. Die Krefelder Abwehr wurde in den ersten drei Partien immerhin erst 73 Mal bezwungen. Das ist der zweitbeste Wert in dieser Weststaffel der Dritten Liga. Personell kann Mast dabei aus dem Vollen schöpfen. Derzeit hat er keinen verletzten Spieler zu beklagen. Trotzdem gab es unter der Woche zum Teil kleinere Trainingsgruppen, was aber beruflichen Inanspruchnahmen geschuldet war.

Neu wird für seine Spieler die von Minden praktizierte offensive 3-2-1-Deckung sein. Die bisherigen Gegner der HSG vertrauten da eher der defensiveren 6-0-Variante. Kopf der Mindener Mannschaft ist für Mast Christopher Kunisch. Der Spielgestalter kam auch schon in der ersten Mannschaft Mindens zum Einsatz. Aufpassen werden die Krefelder auch auf den Rechtsaußen Tim Roman Wieling müssen, der bereits 22 Mal traf, darunter allerdings zehn Tore, die er von der Siebenmetermarke verbuchte.

Quelle: RP
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