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Neuanfang bei der Teutonia

Lokalsport: Neuanfang bei der Teutonia
FOTO: Dirk Janssen
Landesliga. Fußball: Ronny Kockel hat gestern Abend sein Amt beim Fußball-Landesligisten Teutonia St. Tönis angetreten. Für den 39 Jahren alten Nachfolger von Karlheinz "Kalli" Himmelmann ist es die erste Cheftrainer-Rolle im Seniorenbereich. Von Oliver Schaulandt

Holger Krebs ist ziemlich sicher, einen guten Fang gemacht zu haben. Der Teammanager des Fußball-Landesligisten Teutonia St. Tönis hat sich nach der Trennung des bisherigen Chefcoaches, Karlheinz "Kalli" Himmelmann, für Ronny Kockel als neuen Cheftrainer stark gemacht. Dabei hat der 39-Jährige bislang noch nie eine Seniorenmannschaft in Alleinverantwortung trainiert, sondern nur als Co-Trainer. Das allerdings mit erheblichem Erfolg: Mit Cheftrainer Eric van der Luer führte er den KFC Uerdingen in die Regionalliga. Und auch seine Bilanz als Cheftrainer der U19 des KFC ist mehr als ordentlich, führte er doch sein Team in die Niederrheinliga zurück. "Das hat uns gezeigt, dass er es versteht, junge Spieler zu führen. Genau so einen Trainer haben wir gesucht", sagte Krebs gestern, als der neue Coach seine Mannschaft, die im Schnitt eine der jüngsten Teams in der Landesliga darstellt, zur ersten gemeinsamen Trainingseinheit bat.

"Natürlich ist es ein bisschen mit Risiko verbunden, einen noch nicht so erfahrenen Coach zu holen. Aber da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wir reden hier ja schließlich über Landesliga-Fußball und nicht über die Champions League", sagt Krebs, der Kockel mindestens bis zum Ende der kommenden Saison an den Club binden will. "Allerdings haben wir vereinbart, dass er uns auch bei einem entsprechenden Angebot verlassen kann, wenn ein höherrangiger Verein ihm eine andere Perspektive bietet." Zwei andere Vereine aus der gleichen Spielklasse hatten ebenfalls schon bei dem ehemaligen Profitorwart angefragt, die dieser aber abgelehnt hatte. "Das waren auch die ersten, die mir zur Verpflichtung gratuliert haben", erzählt Krebs und schmunzelt.

Dass Kockel als Trainer durchaus Ambitionen für mehr hat, stellt er auch gleich klar. Die B-Lizenz Elite hat er in der Tasche, damit darf er bis zur Oberliga trainieren, als Torwarttrainer hat er die höchste DFB-Schulung mitgemacht, mit der er auch in der Bundesliga könnte. "Im Dezember geht dann der Kursus für die A-Lizenz los", sagt Kockel, für den die Landesliga einen guten Einstieg bei den Senioren darstellt - zumal die Ziele erst einmal recht bescheiden sind. "Wir wollen schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben", sagt Kockel über sein Team, von dem er viele Spieler er noch aus seiner KFC-Zeit kennt: Einige hatte er in der A-Jugend als Trainer, mit oder gegen andere hat er schon gespielt.

Drei Mal in der Woche wird nun künftig trainiert, vielleicht kommt noch am Samstag eine Abschlusseinheit hinzu, wenn es der Spielbetrieb der 21 Jugendmannschaften bei der DJK Teutonia zulässt. Als Co-Trainer wird Tino Blasche fungieren, aus gemeinsamen Uerdinger Zeiten bringt er Dirk Lumme als Teambetreuer mit. Großen Wert will er auf Disziplin auf dem Platz legen, "privat kann jeder machen, was er will", sagt Kockel, der selbst unter Trainern wie Rainer Zobel, Uwe Rapolder oder Robin Dutt gespielt hat und sich nun anschickt, in deren Fußstapfen zu treten - zumindest mal allmählich.

Quelle: RP
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