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Lokalsport
Neuer Burgsprint sucht noch Akzeptanz

Lokalsport: Neuer Burgsprint sucht noch Akzeptanz
Auf den Strecken über 50, 100 und 200 Meter standen beim Burgsprint des SV Aegir auch Wettbewerbe in der Rückenlage auf dem Programm. Nur über 400 Meter traten die Athleten lediglich im Freistil gegeneinander an. FOTO: Achim Hüskes
Schwimmen. Bei seiner 36. Auflage kam die Schwimm-Großveranstaltung des SV Aegir im XXL-Format daher. Allerdings waren nicht so viele Starter dabei, wie der Ausrichter erhofft hatte. Dafür durften sich die Gastgeber über sportliche Erfolge freuen. Von Paul Offermanns

Im vergangenen Jahr war es noch der klassische Kempener Burgsprint des SV Aegir 21 Kempen über 50 Meter auf allen Lagen im Schwimmbad Aqua-Sol Kempen. Jetzt dehnte der SV Aegir den Burgsprint zusätzlich um 100, 200 und 400 Meter aus. Bis 200 Meter schwammen die Teilnehmer alle Lagen, nur über 400 Meter blieb es bei Freistil.

"Aus diesem Grunde nennt sich unsere neue Veranstaltung jetzt XXL 36. Kempener Burgsprint", sagte Aegir-Vorsitzender Andreas Pasch. Der neue Burgsprint wurde allerdings nicht so frequentiert, wie es sich der Ausrichter gewünscht hätte. "Die Vereine müssen das neue Angebot erst einmal annehmen. Außerdem waren noch viele Konkurrenzveranstaltungen am gleichen Tag - auch in anderen Bereichen", erklärte Alexandra Ilbertz, Sachbeabeiterin der Arbeitskreises Krefeld/Viersen. Bevor der Aegir-Wettkampf überhaupt zu Ende war, stand bereits der erfolgreichste Verein fest. "Das ist die SG Wuppertal/Uerdingen/Dormagen, die mit 35 Teilnehmern gleich 154 Starts absolvierte", erzählte Pasch. Zum Vergleich die Meldezahl des Ausrichters: 17 Teilnehmer und 69 Starts. Dieser Wettkampf hat für die Schwimmvereine Signalwirkung. "Das ist der Abschluss der Schwimmwettkampf-Saison. "Alle wollen noch einmal wissen, was sie draufhaben, bevor sie in die Sommerpause gehen", meinte Norbert Piasecki, 1. Schwimmwart im S.V. Aegir Kempen. Christina Großmann, Aegir-Trainerin der 2. Wettkampfmannschaft und zuständig für die Schwimmer, die neu in den Verein kommen, gewann überraschend die 100 Meter Rücken in 1:35,10 Minuten im Jahrgang 1997. "Das ist meine Lieblingsdisziplin, bei der ich einfach drauf losgeschwommen bin. Ich hatte daher mit dem Sieg überhaupt nicht gerechnet, weil ich sonst mehr am Beckenrand stehe, als im Wasser meine Runden drehe." Die 18-Jährige erzählte zum Wettkampf: "Der Start ist mir dieses Mal sehr gut geglückt. Auch die Wende war super, wo einige gleichauf waren. Ich habe die letzten 50 Meter Gas gegeben - und am Ende war ich so richtig platt."

Auch die 100 Meter Freistil gewann sie in ihrer Altersklasse in 1:19,50 Minuten. "Ich war mit 1:23 gemeldet. Umso überraschender war es für mich, dass ich so schnell geschwommen bin. Die anderen waren plötzlich weit weg." Dazu schwamm Christina Großmann auch den Sieg über 100 Meter Schmetterling in 1:46,88 Minuten heraus. Die meisten Punkte auf den 50 Meter Lagen (davon insgesamt drei) holten Nele Köchlin (Jahrgang 2005) mit 655 Punkten bei den Mädchen und Björn Theisen (Jahrgang 2004) bei den Jungen mit 500 Punkten, beide SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen. Aus demselben Verein kamen mit 1232 Zählern in Paula Schulte (Jahrgang 2001) im weiblichen Bereich und mit 934 Zählern in Nico Stammen (Jahrgang 2000) im männlichen Lager auch die 100-Meter-Punktbesten. Auf der 200-Meter-Strecke setzten sich ihre Vereinskollegen Lynn Henke (Jahrgang 2001) bei den Mädchen mit 1571 Zählern und Tobias Haupts bei den gleichaltrigen Jungen mit 1432 Zählern durch.

Quelle: RP
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