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Paolo Lorenzi ist der neue "Italian Stallion"

Lokalsport: Paolo Lorenzi ist der neue "Italian Stallion"
FOTO: ap
Tennis. Der neue Publikums-Liebling des Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld sorgt weiter für Furore. Von H.-G. Schoofs

Da staunten die Fans des Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld nicht schlecht, wie ihr neuer Lieblingsspieler Paolo Lorenzi in der Nacht zu Sonntag bei den US Open in seinem Drittrunden-Match dem Topfavoriten Andy Murray aus Schottland das Leben schwer machte und sich mit einer tollen Leistung vom letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres verabschiedete. Der fast 35-jährige Italiener erlebt derzeit den dritten Frühling seiner Karriere. Bereits mit seinem Sieg beim ATP-Turnier in Kitzbühel hatte er Geschichte geschrieben. Denn er ist jetzt der älteste Spieler der Tour, der zum ersten Mal ein ATP-Turnier gewann.

Nach seinen tollen Auftritten im Krefelder Stadtwald war Lorenzi nach New York zur Vorbereitung auf die US-Open gereist. In der ersten Runde setzte sich Lorenzi deutlich gegen den Argentinier Carlos Berlocq mit 6:4, 6:2, 6:1 durch. Dann traf er auf den an Nummer 30 gesetzten Franzosen Gilles Simon. In einem Wahnsinns-Match kämpfte er seinen favorisierten Gegner nach vier Stunden und 54 Minuten mit 3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 7:6 nieder. In der WhatsApp-Gruppe der Blau-Weiß-Spieler wurde Lorenzi nach diesem Spiel als "Italian Stallion" in Anlehnung an den Filmklassiker "Rocky" mit Sylvester Stallone genannt. "Unglaublich, was Paolo da geleistet hat", sagte auch Teamchef Olaf Merkel, der die Auftritte seines Schützlings während seines Urlaubs in den Bergen verfolgte.

Ähnlich dramatisch wie die Begegnung gegen Simon begann auch Lorenzis Duell gegen Andy Murray, der bei den US Open an Position zwei als Finalgegner von Novak Djokovic gehandelt wird. Im ersten Satz führte Lorenzi bei eigenem Aufschlag mit 5:4, musste den Satz aber noch mit 6:7 abgeben. Dann drehte er den Spieß aber mit 7:5 um. Nach dem Marathon-Match gegen Simon gingen dem Italiener ein wenig die Kräfte aus. Dennoch machte er dem Schotten das Leben weiter schwerer als dieser vielleicht gedacht hatte. Am Ende musste er sich dann nach drei Stunden und 16 Minuten mit 6:7, 7:5, 2:6, 3:6 geschlagen geben. Durch den Einzug in die dritte Runde wird Lorenzi nach den US Open in der Weltrangliste um Position 35 stehen. Damit wird er zum zweiten Mal in diesem Jahr Geschichte schreiben. Denn er ist dann der älteste Spieler der bisherigen ATP-Tour, der seine beste Ranglistenposition erreicht hat.

Für die übrigen Spieler aus dem Kader des HTC Blau-Weiß, die bei den US Open im Einsatz waren, lief es nicht so gut. Guido Pella, der kein Spiel in der Bundesliga absolvierte, schied ebenso wie Heracio Zeballos in der zweiten Runde aus. Für den Spanier Inigo Cervantes war bereits nach Runde eins Endstation. Im Doppel musste sich Jürgen Melzer mit seinem Partner in Runde zwei geschlagen geben, Maximo Gonzales bereits in Runde eins.

Quelle: RP
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