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Lokalsport
Pinguine 5:3 - Adduono zahlt 100 Euro

Del. Eishockey: Die Krefelder gewannen gestern Abend in Augsburg ihr Auftaktspiel der 22. DEL-Saison. Vor 5219 Zuschauern stellten die Schwarz-Gelben früh die Weichen auf Sieg. Morgen um 16.30 Uhr steigt die Heimpremiere gegen Straubing Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Augsburg

Mit einem Start nach Maß eröffneten die Pinguine gestern Abend im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion ihre Jagd nach Toren und Punkten. Bei ihrem 5:3-Erfolg über die Panther waren die Krefelder trotz der Ausfälle von Leistungsträgern die bessere Mannschaft und hatten mit Patrick Klein im Tor besonders im letzten Drittel einen sehr sicheren Rückhalt. Akzente im Spiel der Schwarz-Gelben setzten Stürmer Mike Collins mit echten Spielmacher-Qualitäten und Robin Weihager als Offensiv-Verteidiger. Dazu gesellte sich eine geschlossene Teamleistung. Dieser Auftaktsieg ist natürlich beste Werbung für die morgige Heimpremiere gegen die Straubing Tigers (16.30 Uhr, König-Palast). Mit der Unterstützung der eigenen Fans kann den Pinguinen ein weiterer "Dreier" gelingen.

Durch den zusätzlichen Ausfall von Daniel Pietta wurde Rick Adduono gezwungen, seine Reihen noch mal umzustellen. Wie beim Sieg in Köln schickte er das Trio Eriksson/Collins/Mieszkowski aufs Eis. "Ich hoffe, es steht nach dem ersten Drittel noch 0:0", sagte der Trainer vor dem Spiel. Er sorgte selber dafür, dass ihm seine Spieler den Wunsch nicht erfüllten. Denn der Trainer ließ in der Kabine von Physiotherapeut Florian Kreuzmann auf die Tafel schreiben, dass er im Falle eines Sieges 100 Euro in die Mannschaftskasse zahlt.

Das sorgte bei seinen Spielern für einen Motivationsschub. Denn die Pinguine führten nach viereinhalb Minuten bereits mit 3:0. Zunächst sorgte Thomas Supis mit einem Schlagschuss von der blauen Linie für Krefelds ersten DEL-Treffer der neuen Saison. Es folgten zwei Überzahltreffer. Erst hielt Norman Hauner seinen Schläger erfolgreich in einen Schuss von Robin Weihager. Dann wurde Mike Collins wunderschön freigespielt. Die Panther erweckten zwar vom Auftaktbully den Eindruck, Druck machen zu wollen, doch das war nur heiße Luft. Und wenn mal der Puck gefährlich auf das Tor kam, war Patrick Klein auf dem Posten.

Im zweiten Drittel dauerte es nur 30 Sekunden, als Andi Driendl auf 4:0 erhöhte. Die Panther verkürzten postwendend. Doch 21 Sekunden später traf Weihager ins Schwarze. Danach war für Augsburgs neuer Nummer eins Jeff Droin Deslauriers Dienstende. Für ihn kam Benjamin Meisner ins Tor, den der neue Trainer Mike Stewart aus Bremerhaven mitgebracht hatte. Das weckte die Panther auf. Die Pinguine überstanden zwar eine doppelte Unterzahl, doch gerade als der vierte Spieler aufs Eis zurückkehrte, verkürzte Lamb auf 2:5. Dann kam auch noch Pech dazu. Beim nächsten Treffer der Hausherren fälschte Kyle Sonnenburg die Scheibe unhaltbar ab. Den sechsten Treffer der Pinguine vergab Nick St. Pierre, der von Pietta das Kapitänsamt übernahm, als er freistehend an Torwart Meisner scheiterte.

Mit einer Reststrafzeit gegen Hagos eröffneten die Gäste das Schlussdrittel und hatten Glück, dass Hanowski nur den Pfosten traf. Dann vergaben die Schwarz-Gelben bei einer Überzahl die frühe Vorentscheidung. So blieb es spannend. Brenzlig wurde es für die Pinguine in der 49. Minute, als Klein schon geschlagen war, aber Verteidiger David Fischer den Puck noch von der Linie kratzte. Vier Minuten vor dem Ende verhinderte Klein gegen Augsburgs Last-Minute-Transfer Hanowski, bester Spieler seines Teams, mit einer tollen Abwehr den Anschlusstreffer. Auch als Panther-Torwart Meisner 60 Sekunden vor dem Ende seinen Arbeitsplatz verließ, brannte vor dem Krefelder Tor nichts mehr an. Vor ihren 40 mitgereisten Fans feierten die Spieler ihren verdienten Erfolg.

Quelle: RP
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