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Lokalsport
Pinguine: drei Gegentore in 71 Sekunden

Del. Eishockey: Die Krefelder verloren gestern Abend ihr Auswärtsspiel in München mit 2:6. Die endgültige Entscheidung fiel im zweiten Drittel, als die Gastgeber drei Treffer innerhalb kürzester Zeit erzielten. Morgen geht es gegen den Vorletzten. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Die Krefeld Pinguine bleiben in der DEL-Saison glücklos. Gestern Abend unterlag die Auswahl von Trainer Franz Fritzmeier beim neuen Tabellendritten Red Bull-München mit 2:6 und bleibt damit weiterhin mit fünf Punkten Rückstand auf den Vorletzten Schwenningen Schlusslicht. Immerhin: Gegen diesen Gegner geht es am morgigen Sonntag (erstes Bully: 18.30 Uhr), und mit einem Sieg im Königpalast könnten die Krefelder den Rückstand verringern. Auf einen Pre-Play-off-Rang beträgt der Abstand aber weiterhin 21 Punkte.

Die Schwarzgelben machten sich gestern Nachmittag von Ingolstadt, wo die Pinguine seit Montagabend ihre Zelte aufgeschlagen hatten, auf den Weg in die bayrische Landeshauptstadt. Zu diesem Zeitpunkt wusste Robin Weihager bereits, dass er sich als überzähliger Kontingentspieler die Partie von der Tribüne aus anschauen musste. Nick St. Pierre, der dem Team nach überstandener Grippe am Mittwoch nachgereist war, kehrte in die Abwehr zurück und nahm den Platz des Schweden an der Seite von Oliver Mebus ein. Die beiden anderen Abwehrreihen blieben gegenüber der Partie am Dienstag in Ingolstadt unverändert. Im Sturm agierte Istvan Sofron anstelle von Dominik Meisinger wieder in der Formation mit Christian Kretschmann und Yared Hagos.

"München ist für mich eine der Top-Mannschaften in der DEL und gehört zu den Meisterschaftsfavoriten. Wenn wir hier etwas holen wollen, müssen wir in der Abwehr sicher stehen, dürfen keine Nachschüsse zulassen und müssen die Scheibe schnell durch die neutrale Zone nach vorne bringen", sagte der Coach kurz vor dem ersten Bully.

Knapp drei Minuten waren in der Olympiahalle gespielt, da hatte Pinguine-Angreifer Henrik Eriksson das 1:0 auf dem Schläger. Er scheiterte aber vor den fast 4900 Zuschauern (davon knapp 30 Fans aus Krefeld) an David Leggio im Münchener Tor. Die Hausherren nutzten gleich ihre beiden ersten Möglichkeiten in der fünften Minute binnen 39 Sekunden zu einer 2:0-Führung. Der erste Treffer durch Daniel Sparre schien für Patrick Galbraith im Krefelder Tor nicht unhaltbar, er ließ den Puck über die Fanghand ins Netz rutschen. Beim zweiten Treffer von Jason Samson war er ohne Abwehrchancen. Franz Fritzmeier nahm daraufhin seine Auszeit. Der Brauseclub blieb gegen schwache Krefelder weiter am Drücker, traf aber nicht mehr. Etwas überraschend verkürzte Verteidiger Kyle Sonnenburg auf 1:2, als er David Leggio mit einem Verlegenheitsschuss überwand.

Zu Beginn des zweiten Drittel spielten die Pinguine konzentrierter und hätten bei Gelegenheiten von Norman Hauner und Mike Collins den Ausgleich erzielen können. Der fiel dann aber erst, nachdem die Pinguine für 73 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis waren. Als mit Sonnenburg der erste Krefelder von der Sünderbank zurück kam, schickte Christian Kretschmann ihn mit einem schönen Pass auf die Reise, und "Sonny" netzte zum Ausgleich ein. In der 31. Minute brachte Daryl Boyle die Hausherren mit 3:2 in Führung. Zwei Minuten später vergab Norman Hauner den erneuten Ausgleich, als er nur den Pfosten traf. Eine 100-sekündige doppelte Überzahl nutzten die Bayern dann zum 4:2 durch Jason Jaffray (36.) und zum fünften Treffer durch Mads Christensen (37.). Die Messe war endgültig gelesen, als Ulli Maurer mit einem Penalty (Eriksson hatte ihn gefoult) das halbe Dutzend voll machte (38.).

Zu Beginn des Schlussdrittels löste Patrick Klein Galbraith im Tor ab. Der geriet mächtig unter Beschuss, hielt seinen Kasten aber sauber. "Wir haben gut angefangen und uns von den beiden schnellen Gegentoren gut erholt. Dann kamen die ganzen Strafen gegen uns. Da möchte ich mir gerne noch mal das Video zu anschauen", sagte Fritzmeier.

Quelle: RP
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