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Pinguine freuen sich auf den CHL-Auftakt

Lokalsport: Pinguine freuen sich auf den CHL-Auftakt
An das Heimspiel vor einem Jahr gegen Helsinki hat Torwart Tomas Duba keine guten Erinnerungen. Ausgerechnet sein finnischer Freund Matti Kuparinen, der hier links jubelnd abdreht, konnte ihn zweimal bezwingen. FOTO: samla
Chl. Eishockey: Die Krefelder wollen heute Abend im ersten Gruppenspiel der Champions Hockey League dem finnischen Meister Kärpät Oulu einen harten Kampf bieten. Ab 19.30 Uhr werden im König-Palast 4000 Zuschauer erwartet. Von H.-G. Schoofs

Als die Pinguine vor einem Jahr in ihrem ersten Spiel der neugegründeten Champions Hockey League den schwedischen Meister AIK Skelleftea empfingen, da waren dieser Wettbewerb und der Gegner für Trainer, Spieler und Fans eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Wenn die Schwarz-Gelben heute Abend mit Kärpät Oulu, dem Meister aus Finnland, im König-Palast in ihrem Auftaktspiel der Gruppe J die Schläger kreuzen, gehen sie mit den Erfahrungen aus sechs CHL-Begegnungen und deren Begleiterscheinungen ins Rennen. Damals lieferten sie dem Top-Favoriten aus Schweden einen erbitterten Kampf und mussten sich mit 1:2 geschlagen geben. Auf einen harten Kampf müssen sich auch die Finnen einstellen. Mit Leidenschaft, Einsatzwillen und Schnelligkeit wollen die Pinguine ihrem Gegner das Leben schwermachen und so vielleicht für eine Riesen-Überraschung sorgen. Dafür benötigen sie natürlich die tatkräftige Unterstützung der KEV-Fans. Es wird mit 4000 Zuschauern gerechnet.

Der Stellenwert der CHL ist nach der Premieren-Saison der europäischen Königsklasse auch am Niederrhein deutlich gestiegen. "Vor einem Jahr diskutierten meine Spieler in der Kabine über den Sinn und Zweck dieser Liga. Davon habe ich jetzt nichts mehr gehört, im Gegenteil. Alle wissen, dass diese Liga sehr professionell und interessant aufgestellt ist und es keine bessere Möglichkeit gibt, sich mit den besten Teams Europas zu messen", sagte Rick Adduono gestern. Der Trainer macht sich daher um die notwendige Einstellung seiner Spieler keine Sorgen: "Die Jungs wollen sehen wo sie stehen. Vielleicht hatten wir im Vorjahr mehr Talent im Team, was aber leider nicht abgerufen wurde. Jetzt müssen wir schnell laufen, schnell handeln und den Finnen nicht viel Platz lassen. Sonst können sie Tempo aufnehmen und sind sehr gefährlich." Die Fitness sei in der fünften Woche der Vorbereitung ausreichend: "Wir haben im Training auf dem Eis und außerhalb des Eises einige Dinge verändert. Das ist notwendig, um das Interesse der Spieler zu fördern. Wir sind wie vor einem Jahr bereit und wollen uns so prima verkaufen wie gegen die Schweden. Mit ein wenig mehr Glück hätten wir gegen Skelleftea nach dem ersten Drittel mit 3:1 führen können." Ein Team aus Finnland gehörte auch damals zu den Gruppengegnern. Im Heimspiel gegen IFK Helsinki wurde den Pinguinen vom österreichischen Hauptschiedsrichter übel mitgespielt. Ab der 46. Minute spielten die Schwarz-Gelben fast nur noch in Unterzahl und mussten sich nach einer 3:2-Führung noch mit 3:5 geschlagen geben. "Kärpät ist sicher stärker einzuschätzen. Aber diese Mannschaft hat einige Abgänge zu verkraften. Mal sehen, wie sich das auswirkt", sagt Adduono. Der konnte den heutigen Gegner ein wenig per Video unter die Lupe nehmen. Torwart Tomas Duba hat seinem Coach im Sommer einige Aufzeichnungen besorgt. Für den Tschechen stehen die Duelle gegen finnische Teams immer unter einem besonderen Stern. Er stand im hohen Norden jeweils eine Saison für SaiPa Lappeenranta, TPS Turku und Assat Pori unter Vertrag. Von seinen Vorderleuten muss Duba auf Robin Weihager verzichten, der wegen einer Vorwölbung an der Bandscheibe pausieren muss. Dagegen gab Yared Hagos gestern grünes Licht für einen Einsatz.

Quelle: RP
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