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Lokalsport
Pinguine leichte Beute für die Panther

Del. Eishockey: Die Krefelder mussten sich gestern in Ingolstadt geschlagen geben. Sie konnten sich bei Torwart Patrick Galbraith bedanken, dass die Begegnung bis zum Schluss auf des Messers Schneide stand. Sonntag kommt Iserlohn. Von H.-G. Schoofs Berichtet Aus Ingolstadt

Wie schon am vergangenen Sonntag im KöPa gegen Nürnberg machten sich die Pinguine auch gestern in der Ingolstädter Saturn-Arena das Leben selber schwer und kassierten eine durchaus unnötige 2:4-Niederlage. Unnötig deshalb, weil sie den Gastgebern über weite Strecken zu viel Freiraum gönnten und dem Puck meist nur hinterherliefen. Alleine Torwart Patrick Galbraith war dafür verantwortlich, dass trotz der insgesamt enttäuschenden Leistung seiner Vorderleute etwas Zählbares möglich war. So aber ist das Team gezwungen, am Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters, die gestern zu Hause gegen Wolfsburg unterlagen, unbedingt wieder in die Erfolgsspur zu gelangen.

Nur gut, dass die Mannschaft bereits am Donnerstag an die Donau gefahren war. Denn gestern herrschte auf Deutschlands Autobahnen wegen des verlängerten Wochenendes Hochbetrieb. So quälten sich Fans und Medienvertreter gen Süden. Franz Fritzmeier hatte sich bei seiner Aufstellung etwas Neues einfallen lassen. Er begnügte sich mit sechs Verteidigern. Mike Little bekam im vierten Sturm Eiszeit. "Ich will mit dieser Maßnahme die vierte Reihe stärken und heute mit vier Reihen durchspielen", sagte der Trainer kurz vor dem Spiel. An der Seite von Herberts Vasiljevs und Mike Collins wechselten sich Marcel Müller und Daniel Pietta ab. Orendorz und Hauner blieben zunächst auf der Bank.

"Wir dürfen hier nicht zu passiv spielen, müssen selber aggressiv kommen und Ingolstadt versuchen, unter Druck zu setzen", lautete Fritzmeiers Marschroute. Doch die Panther fuhren sofort ihre Krallen aus und machten mächtig Druck. Torwart Patrick Galbraith verhinderete einen frühen Rückstand. In der elften Minute musste er sich aber geschlagen geben, als Jacques einen Schlagschuss von Salcido abfälschte und Lukas Koziol seinem Torwart auch noch die Sicht versperrte. Den Pinguinen blieben im ersten Drittel lediglich einige Entlastungsangriffe. Dabei scheiterten Mark Mancari und Marcel Müller an Torwart Pielmeier, der gestern seinen Vertrag bis 2022 verlängerte. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Müller Sekunden vor der Pause in Unterzahl, als er bei einem Zwei-auf-Eins-Konter nach Zuspiel von Pietta über den Puck schlug. Die ersten Sekunden des Mitteldrittels eröffneten die Pinguine, bei denen jetzt Little für Hanusch in die Abwehr rückte, in Unterzahl. Dabei verhinderte Galbraith gegen Oppenheimer das 2:0 für die Panther. Die Hausherren blieben zwar am Drücker, klare Chancen gab es für sie allerdings nicht. In der 29. Minute kam Krefeld zum ersten Mal in Überzahl. Dabei überlistete Mike Collins Torwart Pielmeier am kurzen oberen Eck. Die Freude der wenigen KEV-Fans dauerte nur kurz. Tim Hambly konnte Boyce nicht am Treffer hindern. Sekunden später konnte Nick St. Pierre Torjäger Buck nur mit einem Foul am Torschuss stoppen. Beim fälligen Penalty scheiterte Buck an Galbraith. Fast im Gegenzug patzte Panther-Torwart Pielmeier erneut, als er einen Schrägschuss von Lukas Koziol mit dem Schoner ins eigene Tor lenkte (33.). Die Pinguine bekamen nach dem Ausgleich kurz Oberwasser. Collins hatte zweimal die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber am Torwart.

Auch im Schlussdrittel verhinderte Galbraith gegen Taticek eine frühe Führung der Panther. Trainer Fritzmeier stellte auf drei Reihen um. Kretschmann gesellte sich zu Vasiljevs und Collins. Die größte Chance zur erstmalige Führung bot sich Martin Schamainski, dier mit einem Penalty an Pielmeier scheiterte (42.). Das Match nahm danach an Aggressivität und Härte zu. Stürmer Thomas Pielmeier attackierte Galbraith überaus unfair und rüde, obwohl der Puck nicht in der Nähe war. Er bekam von den Hauptschiedsrichtern zurecht eine Münze für die Duschkabine. Aus der fünfminütigen Überzahl der Pinguine wurde aber nichts, denn zu erst handelte sich Kyle Klubertanz eine Strafe ein, dann Martin Schymainski. Eine Großchance zur Führung vergab Pietta in seinem 600. DEL-Spiel, als er frei vor Pielmeier auftauchte. Beim Versuch, dem Torwart den Puck durch die Schoner zu schieben, scheiterte er. Als Klubertanz dann erneut auf die Strafbank musste, brachte Pohl die Panther in Front. Für die letzten 86 Sekunden nahm Fritzmeier seinen Torwart vom Eis. Die Pinguine konnten sich zwar noch einmal im gegnerischen Drittel festsetzen, aber der Panther-Käfig blieb wie vernagelt. Stattdessen traf Pohl ins leere Krefelder Gehäuse.

Quelle: RP
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