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Lokalsport
Pinguine nehmen Geschenke nicht an

Del. Eishockey: Die Krefelder gingen gestern im Heimspiel gegen Straubing höchst fahrlässig mit ihren Torchancen um, besonders in Überzahl. Am Ende unterlagen sie vor der Saison-Minuskulisse mit 1:2. Nur Martin Schymainski traf. Von H.-G. Schoofs

Die Rote Laterne der DEL leuchtete gestern am späten Abend im König-Palast wieder etwas heller. Durch den Heimsieg der Schwenninger gegen Ingolstadt und der Krefelder 1:2-Niederlage gegen Straubing beträgt der Rückstand auf die Wild Wings wieder fünf Punkte. Dabei waren die Tigers aus Niederbayern ein durchaus zu bezwingender Gegner. Doch die Schwarz-Gelben verschliefen die Anfangsphase und gingen besonders ab dem zweiten Drittel überaus fahrlässig mit ihren Torchancen um. Dabei verteilten die Hauptschiedsrichter an die Gastgeber mit einigen seltsamen Strafen gegen die Gäste großzügig Geschenke, die Krefeld nicht annahm. Zu unkonzentriert und mit vielen Stockfehlern präsentierten sich die Hausherren. Einziger Höhepunkt war der 23. Saisontreffer von Martin Schymainski. Torwart Patrick Galbraith verhinderte eine höhere Niederlage.

Es war damit zu rechnen, dass angesichts des späten Spielbeginns, der Tabellensituation und des Gegners die Ränge nur spärlich gefüllt sind. So sorgten die 3147 Zuschauer für einen neuen Minusrekord (bisher 3279). Wenigstens reichte die Kulisse aus, um Stadionsprecher Kristian Peters-Lach an dessen gestrigen Geburtstag (36) noch ein Ständchen zu bringen. Franz Fritzmeier hatte seine Mannschaft am Morgen noch zu einem Pre-Game-Skating gebeten. "Sonst schlafen die Jungs bis 13 Uhr und sind bei Spielbeginn nicht richtig wach", sagte der Trainer. Die Maßnahme fruchtete allerdings nicht. Denn sein Team verschlief die Anfangsphase und geriet früh mit 0:2 in Rückstand. Erst fälschte Höfflin einen verdeckten Schuss unhaltbar für Torwart Patrick Galbraith ab. Dann stand James in Überzahl am langen Pfosten völlig frei und drückte den Puck über die Linie (9.). Nur 47 Sekunden später spielte Daniel Pietta seinen kongenialen Partner Martin Schymainski schön frei, der mit seinem 23. Saisontreffer den Anschlusstreffer erzielte. Bei zwei Überzahlspielen, einmal für 66 Sekunden mit zwei Spielern mehr, vergaben die Pinguine den möglichen Ausgleich. Dabei hatte David Fischer Pech mit einem Pfostenschuss.

Für das zweiten Drittel baute Fritzmeier sein Team auf drei Reihen um. Robin Weihager nahm in der Abwehr den Platz von Oliver Mebus ein, der jetzt zusammen mit Norman Hauner zusehen musste. Mike Collins rückte an die Seite von Herberts Vasiljevs und Andi Driendl. Mark Hurtubise gesellte sich zu Christian Kretschmann und Yared Hagos. Das zeigte keine Wirkung. Auch das vierte Überzahlspiel führte nicht zum Ausgleich, weil Mike Collins bei einer guten Einschussmöglichkeit nicht sofort abzog. Zum Glück konnten auch die Straubinger ihre nächste Überzahl nicht nutzen. Doch trotzdem waren die Gäste dem nächsten Treffer näher als die Krefelder. Aber Torwart Galbraith verhinderte gegen Down (38.) und Zalewski (40.) einen höheren Rückstand. Das Schlussdrittel begann auf beiden Seiten mit einer Großchance. Eriksson scheiterte an Torwart Climie, James an Ga lbraith. Dann setzten die Pinguine ihre Torflaute in Überzahl fort. Schymainski und Hurtubise konnten den Puck am Pfosten nicht über die Linie drücken. Auch bei zwei weiteren Überzahlspielen lief nicht viel zusammen. Turbulent wurde die Schlussminute. Obwohl David Fischer eine Strafe kassierte, nahm Fritzmeier seinen Torwart vom Eis. Kurz darauf musste auch ein Straubinger in die Kühlbox. Der Trainer nahm elf Sekunden vor dem Ende seine Auszeit. Doch trotz eines Bullys vor dem Tor der Tigers gelang der Ausgleich nicht.

Quelle: RP
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