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Lokalsport
Pinguine verlieren 3:4 nach Verlängerung

Del. Eishockey: Vor der Minuskulisse von 3429 Zuschauern ging das Krefelder Team dreimal in Führung. Daniel Pietta kassierte im ersten Drittel nach einem Check eine Spieldauerstrafe. Das nächste Spiel ist Sonntag um 14 Uhr in Berlin. Von Josef Hermanns und Frank Langen

Die Krefeld Pinguine haben gestern Abend im Königpalast gegen den Deutschen Vizemeister Grizzlys Wolfsburg vor der Saisonminuskulisse von 3429 Zuschauern, davon zehn Fans aus der Autostadt, mit 3:4 nach Verlängerung ihre dritte Heimniederlage in Folge kassiert. Die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier zeigte sich in der Defensive verbessert, ging auch dreimal in Führung, musste sich am Ende aber mit einem Punkt zufrieden geben.

Fritzmeier hatte in der Abwehr eine kleine Veränderung vorgenommen. Thomas Supis verteidigte an der Seite von Nick St.Pierre, zu Kyle Klubertanz gesellte sich Kyle Sonnenburg. Die dritte Verteidigung blieb mit Tim Hambly und Mike Little unverändert. Steve Hanusch verblieb erwartungsgemäß auf der Bank. Im Angriff agierten die Pinguine gegenüber dem Spiel gegen Iserlohn unverändert. Als Back-up hinter Patrick Galbraith saß der erst am Donnerstag verpflichte Niklas Treutle auf der Bank. Die Spielberechtigung war nach intensiven Bemühungen des Sportlichen Beraters Rüdiger Noack noch rechtzeitig vor dem Spiel eingetroffen.

Beide Mannschaften legten zu Beginn Wert auf die Defensive, so das Torchanchen zunächst Mangelware blieben. Die erste Gelegenheit für die Pinguine hatte der junge Lukas Koziol, der einen Abpraller über das Wolfsburger Tor setzte (5.). In der achten Minute dann die Führung für die Schwarz-Gelben, als sich Dragan Umicevic einen Pass von Daniel Pietta aus dem eigenen Drittel erlief und Marcel Müller bediente, der Felix Brückmann im Kasten der Grizzlys keine Chance ließ. Als Tim Hambly auf der Strafbank saß, kassierten die Schwarzgelben eine Sekunde vor Ablauf der Strafzeit durch Alexander Weiss den Ausgleich (13.). Die Pinguine waren davon nur kurz überrascht. In der 15. Minute fasste sich Mike Mieszkowski ein Herz, startete ein Solo, setzte den Puck gegen die Bande und verwandelte den Abpraller mit einem harten Schuss in den Winkel zur erneuten Führung. 78 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels tauchte Wolfsburgs Brent Aubin alleine vor Torhüter Galbraith auf und erzielte den Ausgleich. 55 Sekunden vor der Pause war das Spiel für Stürmer Daniel Pietta beendet. Die Unparteiischen schickten ihn nach einem Bandencheck gegen Jeremy Dehner vorzeitig unter die Dusche. Die Pinguine überstanden die fünfminütige Unterzahl aber unbeschadet.

Auf Grund des Ausfalls von Pietta hatte Fritzmeier zu Beginn des zweiten Drittels auf drei Sturmreihen umgestellt. Kretschmann ersetzte den Nationalstürmer in der ersten Reihe, und Mike Mieszkowski rückte für Norman Hauner an die Seite von Herberts Vasiljevs und Mike Collins. In der 27. Minute musste mit Lukas Koziol erneut ein Pinguin in die Kühlbox. Die Gäste aus der Autostadt drückten nun mächtig auf den Führungstreffer, aber auch hier hielt die Defensive der Krefelder. Mit einer eigenen Überzahl wussten die Hausherren aber auch nichts anzufangen. In der 37. Minute legte der stark aufspielende Marcel Müller für Verteidiger Kyle Klubertanz auf, der mit einem platzierten Flachschuss ins untere Eck die Fritzmeier-Auswahl erneut in Führung brachte. Sekunden vor der Pause hätte Müller nach einem tollen Solo die Führung ausbauen können, scheiterte aber an Brückmann. Den Abpraller setzte Klubertanz am Tor vorbei.

Im Schlussabschnitt versäumten es die Pinguine, den Sack zu zumachen. 119 Sekunden vor dem Ende erzielte Sebastian Furchner nach einem Abpraller vor dem Tor doch noch den Ausgleich zum 3:3 für die Gäste. In der Verlängerung hatten die Niedersachsen das glücklichere Ende für sich. Nach 124 Sekunden traf Brent Aubin aus dem Gewühl für den Deutschen Vizemeister zum Sieg.

Quelle: RP
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