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Lokalsport
Riesenandrang beim Willicher Triathlon

Krefeld. Gestern war die Kapazität der 19. Auflage dieser beliebten Veranstaltung mit 1047 Teilnehmern nahezu ausgeschöpft. D. Nedim Yildiz vom SC Bayer Uerdingen verteidigte seinen Titel als Willicher Stadtmeister. Eine Berlin-Tour für die Oldies Von Willi Schöfer

Rookies und Routiniers, Breiten- und Leistungssportler. Das Teilnehmerfeld beim 19. Willicher Triathlon war über die verschiedenen Distanzen buntgemischt. Es kam im Freizeitbad "De Bütt" zu 22 Starts, von den Bambini bis hin zu den Altersklassen. Mit insgesamt 1047 Teilnehmern erlebten auch viele Zuschauer eine Beteiligung wie schon lange nicht mehr. "Chef im Ring" war einmal mehr Heinz-Peter Halffmann vom Schiefbahner TV, der sich auf seine über 140 Helfer und Helferinnen verlassen konnte.

Chef auf der Strecke war beim Volkstriathlon (500m Schwimmen, 20km Radfahren, Fünf-Kilometer-Lauf) unter 450 Teilnehmern Kolja Milobinski (54:57) aus Herne, schnellste Frau die Jülicherin Svenja Jütte (1:07:32), Die Willicher Stadtmeisterschaft gewann bei den Männern zum wiederholten Male der für Bayer Uerdingen startende Nedim Yildiz (1:01:56), mit drei Sekunden Vorsprung vor Florian Ehrich. Platz drei ging an Kai Dittrich. Stadtmeisterin bei den Frauen wurde Celine Schultze (1:10:40), deutlich vor Kira Dröge (1:19:27) und Angelika Daniel (1:20:00).

Einige trauten sich zum ersten Mal über die Distanzen. Viele waren zum wiederholten Male dabei. So die 17-jährige Anratherin Malin Pohl. Sie war im vergangenen Jahr beim Schnupper-Triathlon Achte gewesen, hatte die 200 Meter lange Schwimmstrecke, die zehn Kilometer mit dem Rad und den Zwei-Kilometer-Lauf damals in glatten 43 Minuten geschafft. Malin Pohl konnte es jetzt nach dem Zieleinlauf nicht fassen. Sie hatte diesmal das gesamte Teilnehmerfeld hinter sich gelassen und siegte in 41:15 Minuten, hauchdünn und mit drei Sekunden Vorsprung vor Kirsten Kadagies von Bayer Uerdingen. Sehr stolz auf seine Leistung konnte aber auch in diesem Wettbewerb Dirk Olbertz, Jahrgang 1965, sein. Der Willicher war als einziger Gehandicapter mit seinem Rollstuhl und mit dem Handbike unterwegs und freute sich zu Recht über seine Platzierung. Ein Chip am linken Fußgelenk sorgte für die exakte Zeitmessung von "runtiming". Am Nachmittag kam Schirmherr und MdB Uwe Schummer vorbei und spendierte für die Ältesten je eine Berlin-Tour. Bei den Männern war Günter Beilstein (Bayer Dormagen) mit seinen 79 Jahren der älteste Teilnehmer, bei den Frauen war dies die Kaasterin Emily Freund, Jahrgang 1953. Die 61-Jährige war in ihrer Familienstaffel die Schwimmerin gewesen. Den Sieg holten sich dabei "Speedy Gonzales". Als die "schnellsten Mäuse von Mexico" waren Alexander, Andreas und Jan Mausfeld in 29:44 Minuten unterwegs. Neben den vielen Helfern im

Freizeitzentrum, darunter auch die DLRG und einige junge Schützenzüge, sorgte dort und unterwegs auch das DRK für die Sicherheit der Radfahrer und Läufer. DRK-Einsatzleiter Benjamin Römer am gestrigen Nachmittag: "Es war bislang alles ruhig, es hatte nur auf der teilweise regennassen Strecke den Sturz einen Radfahrers gegeben, er kam zur Versorgung ins Krankenhaus."

Auch fünf- oder sechsjährige Bambini schwammen 50 Meter, fuhren eine kleine 2.500 Meter-Runde mit den Rädern oder liefen die 500 Meter. Die Zeit war nicht so wichtig. Sie freuten sich über ihre Medaillen. Bekanntester Triathlet war bei "Willich 333" (300m, 33km, 3km) der Lüdenscheider Sven Imhoff, der zu den besten Triathleten in NRW gehört und auch schon den Hawai-Triathlon bewältigt hatte. Ganz souverän gewann Imhoff in 1:08.34.

Sogar aus Willichs Partnerstadt Linselles waren 14 Sportler und Sportlerinnen angereist. Ankommen war für viele beim Volkstriathlon das Ziel Nummer Eins. So für die Willicherin Christiane Opheiden. Sie kam nach einer Stunde und etwas mehr als 23 Minuten in Ziel und sagte: "Ich bin glücklich, dass ich so gut durchgekommen bin, jetzt brauche ich erst mal ein alkoholfreies Bier."

Quelle: RP
 
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