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Lokalsport
Rudern vor den Royals

Lokalsport: Rudern vor den Royals
Jacob Schulte-Bockholt, Laurits Follert und Marc Leske (v.l.) fahren im "kleinen" Deutschlandachter. FOTO: st
Rudern. Ein Quartett des Crefelder Ruderclubs startet bei der Royale Henley Regatta auf der Londoner Themse.

Wenn die Britische Königsfamilie einlädt, dann können die Rudertalente vom Crefelder Ruder-Club nicht nein sagen. An diesem Wochenende wird die Royale Henley Regatta auf der Themse in London ausgetragen. Diese Regatta ist neben dem Pferderennen in Ascot und Tennis in Wimbledon eine der drei royalen Veranstaltungen, die in jedem Jahr von der Königsfamilie begleitet werden, heißt: Von der königlichen Familie schaut ein Mitglied zu.

Das erfordert für die Sportler ungewohnte Maßnahmen, und das wiederum geht schon bei der Bekleidung los. Ein Dresscode ist vorgeschrieben, damit auch die Queen & Co. amused sind. Und so sieht es die Etikette vor: Lange Hosen, Anzug und Krawatte für die Herren und Knie-langer Rock für die Damen sowie eine passende Kopfbedeckung sind Pflicht - very british eben. In den üblichen Sportklamotten darf natürlich auch herumgelaufen werden, aber ausschließlich zum Rennen und in einem bestimmten Bereich rund um die Rennstrecke.

Doch auch weitere Bedingungen sind ungewohnt. Die Streckenlänge beträgtzwei Meilen und ist somit ein wenig länger als die üblichen zwei Kilometer, der so genannten Olympischen Distanz. Außerdem wird im K.o.-System gefahren. Nur der Sieger kommt weiter, und alle 500 Meter werden Tafeln mit den aktuellen Rennabständen für die Zuschauer hoch gezogen. Für die Trainer ist es ebenfalls immer ein Ereignis, dürfen sie doch mit dem gegnerischen Trainer im Motorboot einer alten, auf Hochglanz polierten Barkasse mitfahren.

Auf den "kleinen" U23-Deutschlandachter, wie der Achter des Krefelder Trios Marc Leske, Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt auch gerne genannt wird, warten direkt harte Brocken. Der Deutschlandachter-Bezwinger beim jüngsten World-Cup-Rennen im schweizerischen Luzern aus den Niederlanden sowie der Nationalachter aus Canada, der ebenfalls für Olympia qualifiziert ist, wird an den Start auf der Themse gehen. Alle Beteiligten hoffen natürlich, dass sie erst spät auf diese Kaliber treffen.

Ähnlich hart wird es für die jüngst gekürte Deutsche U23-Meisterin Michaela Staelberg werden: "Ich freue mich total, dass dieses Jahr die besten seutschen U23-Boote die Chance bekommen, dort zu starten. Neben den ganzen Rennen ist das Drumherum einfach einmalig, und wer weiß, vielleicht kommt Prinz Harry ja zum anfeuern", gibt Stahlberg grinsend die Losung für das Wochenende aus.

(oli/ST)
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