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Schiris klauen Pinguinen einen Punkt

Lokalsport: Schiris klauen Pinguinen einen Punkt
Die KEV-Fans auf der Nordtribüne präsentierten vor dem Spiel eine tolle "Choreo". "Verbundenheit und Treue zählen mehr als alles Geld der Welt", stand auf zwei Transparenten geschrieben. Passend dazu leuchtete davor das große Konterfei von Nationalspieler Daniel Pietta. FOTO: Thomas Lammertz
Del. Eishockey: Die Krefelder erzielten gestern im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG in der letzten Spielsekunde den Ausgleichstreffer zum 2:2, der aber aberkannt wurde. Die heftigen Proteste der Schwarz-Gelben waren vergeblich. Von H.-G. Schoofs

Das passte mal wieder typisch zu dieser verkorksten Krefelder Eiszeit. Unter großem Jubel der KEV-Fans erzielte Mark Hurtubise gestern im Heimspiel gegen Düsseldorf in letzter Sekunde den Ausgleich. Doch die beiden Hauptschiedsrichter Lars Brüggemann und Roland Aumüller verweigerten diesem Treffer nach kurzer Beratung die Anerkennung. Damit gewann die DEG wie vor vier Wochen an gleicher Stelle mit 2:1. Wütende Proteste von Fans und Verantwortlichen der Pinguine begleitete die Unparteiischen, die mit Bierbechern beworfen wurden, in die Katakomben. Das Wettkampfgericht erklärte hinterher, dass die Zeit noch nicht abgelaufen gewesen sei. Damit wurden die Gastgeber um einen sicheren und mehr als verdienten Punkt gebracht. Sie waren über weite Strecken des Spiels die tonangebende Mannschaft, hatten aber vor dem Tor der Gäste insgesamt kein Scheibenglück.

Die Ränge waren zwar nicht so gut gefüllt wie beim ersten Gastspiel der DEG vor vier Wochen, dafür war die Stimmung sehr gut. Die KEV-Fans hatten sich wieder eine tolle Choreographie (siehe Foto) einfallen lassen. Franz Fritzmeier ließ in Sachen Aufstellung erst kurz vor dem Spiel die Katze aus dem Sack. "Patrick Klein ist leicht angeschlagen. Patrick Galbraith hat sehr gut trainiert", sagte der Trainer. Als überzähliger Kontingentspieler musste wie vermutet Istvan Sofron auf die Tribüne. "Er hat zwar sehr gut trainiert, hat aber zuletzt nicht gut gespielt. Die Entscheidung gilt aber nur für heute", erklärte der Coach. Galbraith verhinderte nach 90 Sekunden gegen Fischbuch die Gästeführung. Da musste es aber schon 1:0 für die Pinguine stehen. Nach 48 Sekunden tauchte David Fischer frei vor Goefert auf, scheiterte aber mit einem Schlenzer am Düsseldorfer Schlussmann. Die Pinguine waren im ersten Drittel die spielbestimmende Mannschaft. Dabei sprang nur eine Torchance von Herberts Vasiljevs heraus. Auch in Überzahl geriet das DEG-Tor nicht in Gefahr. Dagegen landete der zweite Torschuss der Gäste in die Krefelder Maschen. Nach einem Fehler von Steve Hanusch lief Olimb alleine auf Galbraith zu und ließ dem Dänen keine Abwehrchance (14.). Nach dem Gegentreffer wirkten die Pinguine wie gelähmt. Galbraith verhinderte erneut gegen Fischbuch das 0:2.

Im zweiten Drittel dasselbe Bild. Krefeld machte Druck und setzte sich im Drittel der DEG fest. In Überzahl setzte Martin Schymainski einen Abpraller neben den Pfosten. Dann scheiterte Norman Hauner zweimal an Goepfert. Doch der Schuss ging wieder nach hinten los. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste traf Fischbuch mit einem Distanzschuss. Kyle Sonnenburg hatte Torwart Galbraith die Sicht versperrt (30.). Eine Minute später streckte Ebner den Krefelder Stürmer Yared Hagos mit einem Stockstich nieder und wurde vorzeitig unter die Dusche geschickt. Hagos musste von beiden Mannschaftsärzten in die Kabine gebracht werden und zog sich eine starke Nackenprellung zu. Aus der fünfminütigen Überzahl der Krefelder wurden nur drei Minuten, weil Vasiljevs eine Strafe kassierte. Die letzten 108 Sekunden saßen dann zwei Düsseldorfer in der Kühlbox. Und endlich fand der Puck durch Pietta den Weg ins gegnerische Tor (34.). Kurz vor Schluss musste Henrik Eriksson auf die Strafbank. Die Pinguine retteten sich aber schadlos in die zweite Pause.

In Überzahl eröffneten die Hausherren das Schlussdrittel. Dabei scheiterten Collins und Pietta an Torwart Goepfert. Nach einem Schuss von Weihager rutschte der Puck gegen den rechten Innenpfosten. Das bestätigte auch der Videobeweis. Kurz darauf hämmerte Eriksson die Scheibe gegen Goepferts rechte Schiene. Nach dieser Krefelder Drangphase waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Erst bei der nächsten Krefelder Überzahl geriet die DEG in Gefahr. Doch so sehr sich die Pinguine mühten und die Brechstange herausholten, gelang der Ausgleich nicht. Der fiel dann erst, nachdem Galbraith sein Tor vorzeitig verlassen hatte. Aber leider zählte der Treffer von Hurtubise nicht mehr.

Quelle: RP
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