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Lokalsport
Schmidla und Rommelmann kämpfen ums Olympiaticket

Rudern. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften für Deutschlands stärkste Ruderer streben die Starter des CRC vordere Platzierungen an.

Am kommenden Wochenende vom 15. bis 17. Aprilwerden auf dem Fühlinger See in Köln die Deutschen Kleinbootmeisterschaften und das Ranglistenrennen im Kleinboot für die U19-Nationalmannschaftsanwärter ausgetraen. Mit dabei sind Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruder-Club, die sich einen der begehrten Rollsitze für Rio erobern wollen. Denn während andere große Rudernationen wie Großbritannien oder Neuseeland bereits ihr Team für die Olympischen Spiele in Rio benannt haben, sind Deutschlands beste Ruderer noch mit der nationalen Qualifikation beschäftigt - Köln ist ein Meilenstein für die Nominierung. Und für die U23- und U19-Ruderer ist dies eine erste Standortbestimmung, für die zweite Rangliste im Mai in Hamburg, bei der die wichtigen Startplätze für die Nationalmannschaft ausgerudert werden.

"Die Zielsetzung für mich ist klar, ich will unter die Top 3, mindestens aber Platz 4. Meine Vorbelastungen waren gut, aber ich weiß auch, dass ich noch eine deutliche Steigerung am Wochenende hinlegen muss", sagt Schmidla, wohl wissend, dass sich ihre Mannschaftskolleginnen aus dem Vierer und Zweier das gleich Ziel gesteckt haben.

Der Frauen-Skull-Bereich gehört seit Jahren zur internationalen Weltspitze. Mit im Rennen beim Frauen-Einer rudert auch Marisa Staelberg, die gänzlich ohne Vorbelastung die Rennen fahren muss: Ein grippaler Infekt hatte sie zehn Tage außer Gefecht gesetzt. Ruderin Michaela Staelberg will unter die besten U23-Skullerinnen fahren.

Für U23-Ruderer Jonathan Rommelmann, der in der offenen Klasse mitmischt, wird es ein ganz heißes Wochenende. Der Kampf um die zwei Olympiaplätze für den leichtgewichtigen Doppelzweier ist offen. Gleich 40 Konkurrenten stellen sich der Herausforderung. Chef-Bundestrainer Marcus Schwarzrock hat für die sechs Olympiaanwärter als Zielsetzung mindestens Platz 8 im Einer zur weiteren Qualifikation, ausgegeben. "Das wird ganz eng. Wir liegen von den Vorleistungen eng zusammen, Tagesform und Rennrhythmus werden entscheidend sein", sagt Rommelmann.

Für die U23-Riemen-Männer vom CRC geht es gegen die Recken aus dem Deutschlandachter. "So langsam kommen wir besser in Schwung. Meine Verletzung im Winter, bei der ich drei Monate nicht rudern konnte, haben wir noch nicht ganz aufgeholt, aber die Belastungen am Wochenende zeigen einen Aufwärtstrend", sagt Laurits Follert, der mit Partner Jacob Schulte-Bockholt () angreifen will, wenn es um die vorläufigen U23-Nationalmannschaftspläze geht. In guter Form präsentierte sich auch Marc Leske, der mit Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten ebenfalls gute Vorleistungen gezeigt hat. Noch wechselhaft, aber mit richtigen Ansätzen, zeigt sich der Zweier von Lukas Geller und Jacob Gebel. "Wir schaffen es noch nicht, immer sofort in den Rennrhythmus zu kommen, aber ich denke, dass wir über die Vorbelastung genug gelernt haben, so dass wir am Wochenende eine weitere Steigerung unserer Leistung zeigen möchten", sagt Geller zu den Chancen für den "Aufsteiger -Zweier" in den Erwachsenen Bereich.

Henriette te Neues rudert im leichtgewichtigen Frauen Einer und Sophie Baloghy zusammen mit Vera Spanke im Frauen Zweier ohne Steuerfrau. Beide Boote gehören dem U23 Bereich an. Und U19-Ruderer Konstantin Nowitzki muss am Wochenende unter die besten acht Skuller vor fahren, will er seine Chancen für einen Startplatz in der vorläufigen U19-Nationalmannschaft wahren.

(ST/oli)
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