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Lokalsport
Schwache Fischelner unterliegen 0:4

Oberliga. Fußball: Der VfR geriet nach ordentlichem Beginn bei SW Essen unter die Räder. Die Begegnung war nach vielen Fehlerketten schon vor der Pause entschieden. Breuer und Reichardt sind gegen den Wuppertaler SV gesperrt. Von Timo Merkens

Wie in der letzten Saison hätte sich der VfR Fischeln die Anreise zum Uhlenkrug sparen können. Auch diesmal erwischten die Krefelder einen rabenschwarzen Tag und unterlagen Gastgeber ETB SW Essen mit 0:4 (0:3). Eine bittere Pille zu Beginn der Englischen Woche, die mit dem Heimspiel gegen den Wuppertaler SV und dem anschließenden Gastspiel beim TV Jahn Hiesfeld ihre Fortsetzung findet. Gerade mit Blick auf die beiden nächsten Gegner hätte es dem VfR gut zu Gesicht gestanden, Zählbares aus dem Ruhrgebiet mitzunehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass den Grün-Weißen neben Urlauber Kevin Enke zwei weitere Stammkräft fehlen werden. Denn Kevin Breuer sah in der zweiten Halbzeit Gelb/Rot und ist ebenso gesperrt wie Philipp Reichardt, der seine 5. Gelbe Karte kassierte.

Zu Beginn der Begegnung sprach nichts für ein Fischelner Debakel. Der VfR spielte durchaus gefällig, wirkte geordnet und hatte optisch ein leichtes Übergewicht. Das änderte sich aber schlagartig nach dem 1:0 der Gastgeber, als Chamdin Said nach einem langen Ball ins VfR-Abwehrzentrum erfolgreich war (25.). Der Treffer zeigte anhaltende Wirkung, denn bei den Gäste reihte sich nun Fehler an Fehler, die Hausherren konnten fast unbehelligt den Ball laufen lassen und Said gelang nur drei Minuten später das mühelose 2:0 (28.). Ähnlich wie beim 1:0 hatte auch das 3:0 seine Entstehung im Mittelfeld. Die Gastgeber durften ungehindert flanken und Cedric Vennemann sorgte zu diesem frühen Zeitpunkt bereits für die Vorentscheidung (37.). "Sobald wir ein Tor kassieren, ist die Ordnung weg. Und das haben wir auch gestern nicht mehr in den Griff bekommen", kommentierte Trainer Josef Cherfi die entscheidenden Szenen.

Schadensbegrenzung hieß die Maßgabe nach der Pause. Und dazu nahm Cherfi gleich drei Wechsel vor. Wäre es erlaubt, hätte der 49-Jährige gerne öfters getauscht: "Der Verband lässt es aber nicht zu, dass man mehr als drei Spieler auswechselt". Die Maßnahme schien aber zunächst fruchtlos zu sein, denn nach nur wenigen Minuten schlug es durch Said erneut im Fischelner Kasten ein (51.) und nach gut einer Stunde musste Breuer vom Platz (63.), so dass sich doch ein Debakel androhte. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr - wohl auch, weil die Gastgeber angesichts des sicheren Sieges ihre Angriffe nicht mehr konsequent zu Ende spielten.

Cherfi vermied nach der Partie den obligatorischen Gang in die Kabine und fand nur für wenige seiner Spieler lobende Worte. Dazu gehörten Christos Pappas, den Cherfi wegen Leistenproblemen zunächst auf die Bank beorderte und Alexander Lipinski, der mit Blick auf die nächsten Begegnung geschont werden sollte. "Beide waren die einzigen Lichtblicke, die ich gesehen habe. Lipinski hatte zum Beispiel mehr Offensivaktionen als die gesamte Elf in der ersten Halbzeit. Und Pappas war im Mittelfeld auffälliger als alle anderen. Auch Akarca und Siebe haben ihre Sache recht ordentlich gemacht". Viel Zeit bleibt nicht, die Baustellen zu schließen um Mittwoch nicht erneut unterzugehen.

Quelle: RP
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