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Lokalsport
Spielabbruch: drei Rotsünder wieder freigesprochen

Fußball. Das Kreisgericht (früher Spruchkammer) unter dem Vorsitzenden Reiner Hohn (TSV Bockum) befasste sich diese Woche mit dem Spielabbruch der Gruppe 3 der Kreisliga B zwischen Spielsport Krefeld und dem SC Schiefbahn II vom 27. August 2017. Schiedsrichter Ossi Bebber (FC Hellas Krefeld), der der Verhandlung fern blieb, hatte damals 20 Minuten vor dem Abpfiff innerhalb von Sekunden gegen drei Gästespieler Rot gezückt und anschließend, weil er von einem anderen SC-Akteur eine "Kopfnuss" bekommen haben soll, die ihn sogar zu Fall brachte, die Partie abgebrochen. Es stand zu dem Zeitpunkt 4:0 für die Platzherren. Die Verhandlung brachte anderes zu Tage. Der Spieler Harun Incirci konnte keine Kopfnuss nachgewiesen werden. Er wurde aber für acht Wochen gesperrt, weil er den Unparteiischen nach drei Hinausstellungen gegen seine Kollegen an Arm und Trikot gezogen hat. Der vom Staffelleiter bereits mit einer vierwöchigen Sperre belegte Ali-Recep Altun wurde ebenso freigesprochen, wie Oruc Ünsal und Fatih Aydin, deren Beschimpfungen und Beleidigungen, so in Bebbers Spielbericht stehend, entkräftet wurden. Gewertet wird die Partie mit 3 Zählern und 4:0 Toren für Spielsport. Neben Hohn saßen im Kreisgericht noch Karl-Heinz Bischofs (VSF Amern) und die ehemaligen Schiedsrichter Sven Intveeen (Crefelder SV), Meli Cave (ATS Krefeld) und Fred Rabeneck (SC Union Nettetal).

Übrigens: Mit einem Bebber-Abbruch musste sich die Kammer in diesem Jahr bereits das zweite Mal befassen. Am 28. März hatte er die Partie ATS Krefeld gegen VfB Uerdingen II vorzeitig beendet, und wenn die Zweite des VfR Fischeln wegen der Vorfälle um die Begegnung beim SV St. Tönis am Ostermontag nicht ein schriftliches Verfahren beantragt hätte, wäre es das dritte Mal gewesen.

(WeFu)
 
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