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Lokalsport
Springreiter Matthias Gering gewinnt den "Großen Preis"

Reiten. Der Anrather war der Star bei den 9. Kempener Reitertagen des RFV Kempen-Schmalbroich. Von Paul Offermanns

Die 9. Kempener Reitertage beim RFV Schmalbroich-Kempen auf der Pferdesportanlage am Schmeddersweg boten wieder spannenden Sport mit den Springreitern im bunten Stangenlabyrinth und den Dressurreitern im Viereck. "Für mich ist es als neuer 1. Vorsitzender das erste Turnier", sagte Peter-Josef Coenen, "ich habe seit 1974 kein Turnier meines Vereins verpasst." Zum ersten Mal wurde das Turnier über Live-Stream von "Clip my Horse TV" übertragen. Die Kempener hatten für ihre Veranstaltung unter 1000 Mitbewerbern als einer von zehn Vereinen eine Kaffee-Aktion gewonnen. Kommen sie hier in eine noch engere Wahl, können sie 50 Tickets für das Hamburger Derby im kommenden Jahr gewinnen.

Zum Star der Kempener Reitertage wurde Matthias Gering vom RFV Hubertus Anrath-Neersen im S*-Springen mit Siegerrunde um den "Großen Preis von Kempen". Bereits zum fünften Male kann er sich auf die "Wall of Fame" als Sieger eintragen lassen. Er setzte dabei auf ein junges Pferd: Er ritt mit der achtjährigen Kaischa im Normalumlauf als auch in der Siegerrunde ohne Fehler wie auch Marcel Schneider (Reit- und Fahrverein Bayer Dormagen) mit dem zehnjährigen Chaplin EZ. In der Siegerrunde trennte die beiden nur eine halbe Sekunde zwischen Sieg und Niederlage (36,51 zu 37,01).

Im "Prix St. Georges"´, einer S-Dressur, gab's einen Zweikampf zwischen Beatrice Buchwald (RFV Graf von Schmettow Everseal), Bereiterin im Stall der Olympiasiegerin Isabell Werth, und dem Krefelder Heiner Schiergen, Deutscher Meister der Berufsreiter. Als vierte Starterin übernahm Buchwald mit Den Haag bereits die Spitze. Anderthalb Stunden später schaffte es Schiergen auch mit Daley Thompson nicht, noch die Führung an sich zu reißen. Buchwald siegte schließlich über Schiergen mit 72,540 zu 71,151 Prozentpunkten. Sie belegte auch noch Platz drei und Schiergen Platz vier.

Gering "verdarb" das Stechen des M**-Springens. Nämlich zu einem Stechen kam es hier nicht, weil nur er mit seinen Nachwuchspferden Espatako's Pocco R (0/73,12) und Lance D (0/73,34) im Normalumlauf ohne Fehler blieb. "Einen Sieg mit dem siebenjährigen Espatako's R, den ich erst seit acht Wochen habe, war ein schöner Erfolg für mich", sagte der erfolgreiche Reiter. Da die LPO ein Stechen gegeneinander nicht vorsieht, belegte er mit seinen Pferden jeweils den ersten Platz.

Das Mannschaftsspringen der Klasse A* mit einem Umlauf und einem Stechen war der Auftakt zum Mannschaftscup des Pferdesportverbandes Kreis Viersen. Zehn Teams machten mit. Unbefriedigend die Beteiligung: Es könnte noch der eine oder andere Verein aus dem Kreis Viersen mehr sein. Den "Peter-Coenen-Gedächtnis-Pokal" entschied der RV Graf Holk Grefrath mit Jonas Brückner/Come on Calita, Marie Brückner/Nanu, Lara Quinders/Felina und Nicole Optendrenk/Dafina G für sich, aber erst nach Stechen. Den entscheidenden Ritt fürs Finale absolvierte Jonas Brückner mit Come on Calita in 39,02 Sekunden. Platz zwei belegte der RFV Hubertus Anrath-Neersen (0/139,67) vor einer weiteren Mannschaft des RV Graf Holk Grefrath (0,25/135,19. Graf-Holk-Vorsitzender Peter Thoenes: "Unsere Reiter zeigten gute Ritte, aber es wird erst am Ende des Cups abgerechnet." Die Schmalbroich-Kempener Mannschaft holte Platz vier mit den Geschwistern Heike, Anne und Johannas Heghmanns sowie Laura Rungelrath vom RV Vorst.

Quelle: RP
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