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Lokalsport
Stadtsportbund zeichnet die Sportler des Jahres 2017 aus

Krefeld. Surfer Vincent Langer und Ringerin Aline Focken sind Krefelds Sport des Jahres. Als beste Mannschaften setzten sich der Achter des Crefelder Ruderclubs und Bayers Wasserballerinnen durch. Von Oliver Schaulandt

In einer Feierstunde im Stadtwaldhaus hat der Krefelder Stadtsportbund (SSB) gestern Abend Krefelds Sportler des Jahres 2017 gekürt. Der SSB hatte ein neues Ambiente für die Veranstaltung gewählt. In den vergangenen Jahren war das Seidenweberhaus die Örtlichkeit der Verleihung, die im Zuge des Ball des Sportes im jeweiligen November vorgenommen wurde. Nun war das Stadtwaldhaus die Heimat der Veranstaltung, die diesmal in deutlich abgespeckter Weise vonstatten ging, so dass auch tatsächlich die zu ehrenden Sportler im Mittelpunkt standen statt das Rahmenprogramm - einer der Kritikpunkte an der Vorgängerveranstaltung.

Bei den Frauen wählte eine Jury, bestehend aus Sponsoren, dem Stadtsportbund und Sportjournalisten aus Krefeld, Ringerin Aline Focken vom KSV Germania Krefeld zur Sportlerin des Jahres 2017. Die Ringerin, die gemeinsam mit dem aus Krefeld stammenden Fernsehjournalisten Michael Heußen durch den Abend führte, war im vergangenen Jahr Vizeweltmeisterin in der Gewichtsklasse bis 69 Kilo und zudem Deutsche Meisterin geworden. Sie verwies Ruder-Olympiasiegerin Lisa Schmidla, die 2017 erstmals Deutsche Meisterin im Einer wurde, auf den zweiten Rang. Ihr folgte Fußballerin Lea Schüller, die für die SGS Essen in der Bundesliga spielt und in 2017 erstmals ins Nationalteam berufen wurde.

Bei den Männern siegte der in Kiel lebende und dem Segelklub Bayer Uerdingen angehörende Profisurfer Vincent Wagner, der im vergangenen Jahr Weltmeister im Formula Windsurfing, der Formel 1 des Surfens, wurde und außerdem zwei Deutsche Meistertitel im Slalom und Racing gewann. Ihm folgte Laurits Follert, der 2017 den Sprung in die A-Nationalmannschaft im Rudern geschafft hatte und bei seiner ersten WM-Teilnahme bei den Senioren Sechster mit dem Männer-Vierer ohne Steuermann wurde. Dritter wurde HipHop-Weltmeister Can Berdermann.

Bei den Mannschaften gewannen die Wasserballerinnen des SV Bayer Uerdingen, die einmal mehr Deutscher Meister und Pokalsieger wurden, gefolgt von den Rollstuhltänzern Vanessa Zellmann und Stefan Laschke und dem Dolphins Coed des SC Bayer Uerdingen - die Cheerleadergruppe, seit Jahren schon führend in Deutschland, durfte zuletzt im Rahmenprogramm der Olympischen Winterspiele in Korea auftreten.

Bei den Männern gewann einmal mehr der Seriensieger, der Achter des Crefelder Ruderclubs, der seit Gründung der Ruder-Bundesliga immer Deutscher Meister geworden ist - 2017 war es der neunte Titel in Folge. Zweiter wurden die Segler Thomas Schiffer und Alexander Antrecht vom Segelklub Bayer Uerdingen, die unter anderem mit dem sechsten Platz bei der Weltmeisterschaft aufwarteten. Den dritten Platz belegten die Unterwasserrugbyspieler des DUC Krefeld, die sich unter anderem als Dritter der Deutschen Meisterschaften für die Europaliga qualifiziert hatten.

Neben den Sportlern des Jahres führte der SSB auch zwei neue Rubriken ein. Zum einen ehrte er zahlreiche Perspektivsportler, die in ihren Altersklassen beachtliche Erfolge bis hin zu Weltmeisterschaftsgewinnen feierten, zum anderen gab es auch zwei Sonderpreise für besondere Vereinsleistungen: für die Handballer der DJK Adler Königshof, aus deren Reihen sich gleich drei Mannschaften über Aufstiege freuen durften, sowie die Triathlondamen des SC Bayer Uerdingen, die den dritten Aufstieg in Serie hinlegten.

Quelle: RP
 
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