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Lokalsport
Talfahrt des VfR geht weiter

Oberliga. Fußball: Fischeln unterliegt SW Essen 2:5 und spielt in der Schlussphase wie ein Absteiger. Von Uwe Worringer

"Es wäre wie Weihnachten", sagte Josef Cherfi zur möglichen Rückkehr eines Quartetts vor der Partie des VfR Fischeln beim ETB SW Essen. Die Hoffnung erfüllte sich immerhin zu 75 Prozent, denn am Uhlenkrug standen mit Damian Raczka, Emre Özkaya und Sven Kegel drei Akteure wieder in der Anfangsformation, die zuletzt passen mussten. Der erhoffte Qualitätsgewinn blieb aber aus. Mit 2:5 (1:2) unterlagen die Krefelder im Ruhrgebiet und untermauerten durch die sechste Niederlage im zehnen Spiel dieses Jahres ihre miese Position im Tabellenkeller der Rückrunde. Die rasante Talfahrt bleibt nur dadurch verschleiert, dass der VfR eine blendende Hinrunde hinlegte. In der Tabelle hat der VfR sieben Spieltage vor dem Saisonende noch einen satten Vorsprung von 13 Punkten. Gerettet ist er aber noch nicht. Das machte Cherfi, der vor allem die Laufbereitschaft monierte, der Mannschaft ausnahmsweise direkt nach der Pleite klar: "Wir sind noch lange nicht durch. Nach wie vor sage ich, dass wir noch einen Sieg brauchen. Dafür müssen wir aber vorne wie hinten mehr investieren. Sonst beginnt in ein paar Wochen das große Zittern. Das müssen die Herren langsam mal kapieren. Das was wir zurzeit zeigen, ist nicht oberliga-tauglich." Auf die VfR-Kicker dürften also ungemütliche Wochen zukommen, in denen der eine oder andere Akteur besonders unter Beobachtung stehen wird: "Wir werden genau hinsehen, was in den nächsten Wochen passiert", so Cherfi.

Nach einer Packung sah es bis zur Pause zunächst nicht aus. Die frühe Führung des heraus ragenden Denis Ivosevic glich Kevin Enke nach Vorarbeit von Kevin Breuer und Emre Özayka schnell aus. Es entwickelte sich eine interessante Begegnung, in der die Gastgeber den zwingenderen Eindruck hinterließen. Die erneute Führung resultierte aus einem von Halil Özcelik verursachten Elfer, den Bilal Abdallah zum 2:1 versenkte. Der starke Abdallah hatte wenig später das 3:1 auf dem Fuß, verlor aber diesmal das Duell gegen Özcelik (35.).

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit traf der eingewechselte Alexander Lipinski zum 2:2, aber die vom Abstieg bedrohten Hausherren schlugen durch Abdallah zügig zurück. Mit dem 3:2 nach einem individuellen Patzer war die Messe gelesen, denn die Cherfi-Elf hatte nichts mehr entgegen zu setzten und ergab sich ihrem Schicksal. Nach einem weiteren Fehler in der Innenverteidigung war Abdallah zum dritten Mal zu Stelle und erhöhte auf 4:2. Den Schlusspunkt setzte Daniel Witt. "Wir kassieren zu einfache Tore. Der Gegner muss sich dafür kaum anstrengen", kommentierte Cherfi die Gegentreffer, "in der letzten halben Stunde haben wir wie ein Absteiger gespielt."

Quelle: RP
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