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Lokalsport
Teutonia St. Tönis ist in den nächsten drei Spielen zum Siegen verdammt

Bezirksliga. Fußball: Nächstes Richtung weisendes Spiel für Grefrath. VfL Tönisberg schon morgen in Waldniel. Der VfB Uerdingen erwartet den Tabellendritten. Von Werner Fuck

Wer zu Saisonbeginn behauptet hätte, nach gut einem Drittel der Spielzeit führen gleich drei Aufsteiger die Tabelle an, dem hätte wohl jeder die nötige Fachkenntnis abgesprochen. Aber es ist genau so und Giesenkirchen, Grefrath oder Aldekerk erfreuen sich, ohne gleich abzuheben, über ihren Platz an der Sonne, auch wenn sich diese wettermäßig doch mehr und mehr rar macht. Die Aufgaben dieser Drei am 13. Spieltag sind sehr unterschiedlich, denn während Spitzenreiter Giesenkirchen beim SV Blau-Weiß Meer von der Papierform her wohl kaum etwas anbrennen lassen wird - die Gastgeber sind auf Platz 16 abgerutscht, der in der Endabrechnung den direkten Abstieg bedeuten würde -, fahren die Aldekerker an den Uerdinger Rundweg zum dortigen VfB, der vergangenen Sonntag einen ersten Schritt tat, bald wieder in eine positivere Zukunft schauen zu können. Vom Personal her müsste die Rex-Auswahl, die einige Male auch das Glück nicht auf ihrer Seite hatte, das locker schaffen. Sie wären übrigens gut beraten, mehr auf FC-Torjäger Jannis Altgen zu achten (schon 13 Tore), als dies vergangenes Wochenende die Defensive von Kontrahent Teutonia St. Tönis tat. Das Kockel-Team zählt bisher zu den Enttäuschungen der Saison. Drei oder vier gute Vorstellungen, die es bisher gab, sind für den Kader einfach zu dürftig. Da passt es fast ins Bild, dass Neuzugang Melih Karakas, der von Wegberg-Beeck kam, schon wieder den Laufpass gegeben wurde. Nun stehen drei Auseinandersetzungen hintereinander gegen sogenannte Abstiegskandidaten auf dem Terminkalender. Und da ja noch nicht aller Tage Abend ist, könnten die Grün-Gelben, wenn die angepeilten neun Zähler geholt werden, gleich wieder ganz anders dastehen. Der Reigen wird mit dem Heimspiel gegen die TSF Bracht eröffnet. Wieder dabei ist Goalgetter Burhan Sahin, der zuletzt aus privaten Gründen fehlte. Gut zu Gesicht stehen würde Routinier Jochen Höfler der ein oder andere Treffer mehr, denn auch auf ihm ruhen große Hoffnungen.

Das Toppspiel allerdings steigt in Grefrath, wenn die Mannschaft um den immer besser treffenden Neuzugang Michael Funken den ASV Süchteln zu Gast hat. Der hat sich von seiner Durststrecke scheinbar erholt, auch wenn noch längst nicht alles Gold ist, was bei der Losing-Truppe zuletzt glänzte, stimmen wenigstens die Ergebnisse wieder. Neben Abwehrspieler Eric Bongartz (fünfte gelbe Karte) fehlt auch Routinier Lazaros Iliadis (Gelb-Rot). Bei den Hausherren hat Timo Claßen seine Sperre abgebrummt und Marcel Bartmann ist auch wieder im Training. Im Gegensatz zu Youngster Lukas Tölle, der nach seiner Verletzung noch etwas Zeit braucht. Wenn jemand sagen würde, der VfL Willich "stehe mit dem Rücken zur Wand", der würde die aktuelle Lage noch schön reden. Nun geht es für den Vorletzten zur Brüggener Tura, die gerade auf dem heimischen Vennberg selten Zweifel darüber aufkommen lässt, wer Herr im Haus ist. Aber wie es auch sei: die Glasmacher-Schützlinge müssen langsam den Schalter umlegen, damit es nicht, wie vergangene Spielzeit, ein Zittern bis zur letzten Patrone gibt. Schon morgen Abend im Einsatz ist der VfL Tönisberg. Er fährt zum SC Waldniel, der sich nach katastrophalem Start, was nach den vielen personellen Veränderungen aber kaum verwundern darf, durchaus gesteigert hat, aber in diesem Vergleich klarer Außenseiter bleibt, auch wenn die Kerwer-Elf den gesperrten Routinier Christian Breuer, Bruder des urlaubenden Fischelners Kevin, ersetzen muss.

Quelle: RP
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