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Lokalsport
Torloser Auftakt in Fischeln

Lokalsport: Torloser Auftakt in Fischeln
Stefan Linser (Zweiter von links) gab in der Partie gegen TuRU Düsseldorf sein Comeback nach über einem Jahr verletzungsbedingter Zwangspause. FOTO: Thomas Lammertz
Oberliga. Fußball: Der VfR trennt sich mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden von TuRU Düsseldorf Von Uwe Worringer

Acht Tore waren im Hinspiel gefallen, gestern warteten gut 180 Zuschauer vergeblich auf einen Treffer. Im ersten Meisterschaftsspiel in diesem Jahr trennte sich der VfR Fischeln an der Kölner Straße mit einem torlosen und leistungsgerechten Unentschieden von TuRU Düsseldorf und bleibt damit Tabellenachter. Beide Trainer konnten am Ende mit dem Ergebnis leben und waren sich einig. "Der Punkt geht in Ordnung", erklärten Gäste-Trainer Frank Zilles und VfR-Coach Josef Cherfi unisono.

Mit den Japanern Ryota Nakaoka auf der "Sechs" und Kei Hirose als einzige Sturmspitze bot Cherfi zwei Neuzugänge auf. Wobei das eigentlich auch für Stefan Linser gilt, der nach einer gefühlten Ewigkeit in der Viererabwehrkette erstmals wieder in der Startelf stand. Den besseren Start erwischten die Gäste. Mit einer gut organisierten, engmaschigen Defensive stellten sie den VfR zunächst vor ein kaum lösbares Problem. Und aus der gesicherten Abwehr heraus setzten sie mit schnellen, kombinationssicheren Angriffen immer wieder Nadelstiche. Der VfR brauchte einige Zeit, um spielerisch auf Augenhöhe zu gelangen, attackierte dann auch zunehmend früher und hielt TuRu damit weitestgehend vom eigenen Tor fern. Mit Ausnahme von Standards, bei denen die Gäste immer gefährlich blieben. Daraus entwickelte sich auch die beste Gäste-Chance. Nach einem Freistoß kam Armin Pjetrovic frei zum Kopfball, den Keeper Halil Özcelik mit einem tollen Reflex über die Latte lenkte (34.). Eine Pausenführung wäre auch nicht unverdient gewesen. Denn in den Schlussminuten der ersten Halbzeit leistete sich der VfR in der eigenen Hälfte immer wieder Abspielfehler, die aber folgenlos blieben.

Schlüsselszene der zweiten Halbzeit war ein Zusammenprall zwischen TuRUs Markus Rychlik und Fischelns Dauer-Pechvogel Kevin Enke, der mit einer sieben Zentimeter großen Platzwunde ebenso ausschied, die mit 13 Stichen genäht wurde. Den Gästen gingen danach bei den Offensivaktionen die Mechanismen etwas verloren, während die Cherfi-Auswahl dem TuRu-Kasten nach und nach näher kam. Dabei nutzte sie allerdings die sich bietenden Räume nicht konsequent, sondern suchten die Lücke auf engstem Raum, was TuRu genauso zugute kam wie die anhaltenden Ballverluste im Spielaufbau. Trotz allem blieb der VfR am Ende dem 1:0 optisch näher als der Tabellenvierte. Die einzigen nennenswerten Chancen von Emre Özkaya (70.) und Kevin Breuer (83.) stellten TuRU-Schlussmann Björn Nowicki vor keine großen Probleme.

"Angesichts des Fitness-Zustandes einiger Spieler war das recht ordentlich", sagte Cherfi, "wir haben ein interessantes Spiel gesehen."

Quelle: RP
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