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Lokalsport
Torwart Manfred Kubik ist ein Hallenexperte

Hallen-Fussball. Der ehemalige Bundesliga-Akteur des FC Bayer 05 gehört beim Krefelder Budenzauber erstmals zum Aufgebot der Uerdinger Legenden Von Mark Overmas

Mit einem neuen Torwart, und zwar Manfred Kubik gehen die Uerdinger Legenden am 7. Januar in die dann dritte Auflage des Krefelder Budenzaubers. Dabei dürfte ihnen das Mitwirken des inzwischen 49-jährigen, der zwischen den Jahren 1985 und 1990 in 90 Pflichtspielen - darunter sogar eine Partie im Europacup - zwischen den Pfosten des Uerdinger Tores stand, einen unschätzbaren Vorteil bringen. Kubik, der aus Krefeld stammt und dessen erste Vereine VfR Fischeln und Preußen Krefeld hießen ehe er über die Jugend des MSV Duisburg nach Uerdingen kam, feierte seine größten sportlichen Erfolge in der Halle.

1988 in Frankfurt den Gewinn des Hallenmasters, 1990 - diesmal in Dortmund - Platz zwei beim gleichen Wettbewerb. "Ich habe immer sehr gerne in der Halle gespielt und mich von daher sehr über die Anfrage von Frank Kirchhoff gefreut", sagt Kubik zu seinem bevor stehenden Engagement. "Regelmäßig spiele ich in einer Gruppe Futsal und auch wenn ich bei dieser Version des Hallenfußballs die Bande vermisse, hole ich mir da die notwendige Fitness." Mit dem Profifußball hat Kubik heute nichts mehr zu tun. Der Familienvater lebt in Hagen und arbeitet als Einkäufer elektrischer Komponenten für einen in Wetter an der Ruhr beheimateten Möbelhersteller. In Uerdingen wurde Kubik seinerzeit förmlich ins kalte Wasser geworfen. Gerade einmal 18 Jahre war er bei seinem Bundesligadebut am 27. September 1985. Stammtorwart Werner Vollack sah in der bereits 14. Spielminute der Heimpartie gegen den 1. FC Saarbrücken wegen einer Notbremse Rot und Kubik musste ran. Die Partie endete 2:1 für Uerdingen. Nach dem Weggang Vollacks zum FC Homburg avancierte Kubik während der Saison 87/88 zur Nummer eins. Das Ende in Uerdingen folgte zum Ablauf der Spielzeit 89/90. Bereits in der Winterpause erteilte ihm der Verein die Freigabe für einen möglichen Wechsel nach England zu Leeds United, den er aus familiären Gründen aber doch nicht vollzog. Nach einer Handgreiflichkeit mit seinem Mitspieler Holger Fach im Spiel in Kaiserslautern degradierte ihn Trainer Horst Wohlers zur Nummer zwei. Kubik zog die Konsequenz und wechselte 1990 zum SV Meppen. Also zu dem Verein, der über viele Jahre als das Synonym der Zweitklassigkeit galt. Der Stadtmensch Kubik, wie er sich selbst bezeichnet, spielte auf einmal auf dem Land und das am Ende sogar für vier Jahre. "Geprägt haben mich beides, die fünf Jahre in Uerdingen aber auch dieser wahnsinnige Zusammenhalt, den es wohl nur in so einer ländlichen Region wie Meppen gibt", sagt Kubik heute.

Und ärgerte mit seinen Meppenern noch einmal seine alten Uerdinger so richtig. Das war am 10. Mai 1992. Uerdingen brauchte vor der Heimpartie gegen Meppen noch einen einzigen Punkt um den vierten Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Doch Meppen siegte 1:0 - auch weil der gebürtige Krefelder Kubik einen Strafstoß hielt. "Nein, Schadenfreude habe ich nicht empfunden, aber das Ganze hatte schon etwas", sagt Kubik mit einem knappen Viertel Jahrhundert Abstand.

Quelle: RP
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