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Lokalsport
Trauer um die Krefelder Tennis-Ikone Renate Drisaldi

Tennis. Die Krefelder Tennisfamilie trauert um Renate Drisaldi, die Weihnachten im Alter von 78 Jahren in ihrer Wohnung an der Germaniastraße plötzlich und unerwartet gestorben ist.

Unter ihrem Mädchennamen Renate Ostermann nahm die Tennisspielerin des Crefelder HTC Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre an den weltweit größten und wichtigsten Turnieren teil. So spielte sie unter anderen zwischen 1959 und 1965 sechs Mal in Wimbledon mit, sowohl im Einzel als auch im Doppel. Im Einzel gewann sie acht Partien, und ihre besten Platzierungen beim wichtigsten Tennisturnier der Welt war das zweifache Erreichen des Achtelfinales in den jahren 1960 und 1963. In den gleichen beiden Jahren spielte sie auch in Roland Garros die French Open mit und kam dabei in die zweite Runde, 1962 unterlag sie bei den US Open im Auftaktmatch. Zu ihren größten Erfolgen zählte unter anderem der Gewinn der Europameisterschaft im Mixed; diesen Titel holte sie gemeinsam mit dem Krefelder Fritz Wild, der 2011 im Alter von 81 Jahren verstorben war.

"Ich habe Renate regelmäßig besucht und kurz vor Weihnachten noch mit ihr telefoniert. Da ging es ihr gut", sagte gestern Irmgard Gerlatzka, die viele Jahre zusammen mit Renate Drisaldi im Doppel große Erfolge feierte. 15 Mal wurde das Duo Deutscher Meister, zweimal Europameister.

(oli/hgs)
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