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Lokalsport
Treppchenplätze in Gent und München

Lokalsport: Treppchenplätze in Gent und München
Jonathan Rommelmann(Krefeld) und Philipp Grebner (Mainz), hier im Vierer mit Daniel Lawitzke (Berlin) und Roman Acht (Limburg), fuhren bei der internationalen Ruderregatta in Gent ungefährdet Platz eins im leichtgewichtigen Doppelzweier ein. FOTO: CRC
Bremen. Windige Bedingungen waren für die Ruderer auf allen Regattastrecken angesagt - nicht ganz einfach und auch mit Bahnvorteilen einhergehend. Die Ruderer des Crefelder Ruder-Club ließen sich davon nicht aufhalten. Von Sabine Tschäge und Oliver Schaulandt

Bei der Internationalen Regatta in Gent haben Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruder-Club und Partner Philipp Grebner aus Mainz ungefährdet Platz eins im leichtgewichtigen Doppelzweier belegt. "Sonntag war irgendwie der Wurm drin, erst der "Krebs" bei 300 Metern, und dann haben wir die letzten 500 Meter nicht gut in den Griff bekommen. Das war ein Arbeitssieg", weiß Rommelmann - ein erster wichtiger Schritt in Richtung Titelverteidigung für die U23-WM.

Im Vorlauf noch zu verhalten, drehten Laurits Follert, Jacob Schulte Bockholt und Schlagmann Marc Leske, die durch Richard Bensmann aus Münster ergänzt wurden, im Finale auf. Der favorisierte Vierer aus Hamburg/Rostock konnte dem CRC Vierer kein Paroli bieten. Zusammen mit dem unterlegenen Vierer wurde am Sonntag dann noch ein Sieg im Achter errudert. Jakob Gebel und Lukas Geller kamen im Achter in Renngemeinschaft auf dem dritten Platz ins Ziel.

Einen Husarenritt legte Henriette te Neues im leichtgewichtigen Frauen Doppelvierer hin. Samstag verhinderte ein "Krebs" (der Riemen wird durch das Wasser zurückgeholt und bremst so das Boot ab) von der Bugfrau noch den Sieg. Am Sonntag gelang dann alles, kontinuierlich schob sich die Crew von te Neues in Führung, vorbei an den Schweizerinnen und dem vorläufigen DRV Vierer. Riesengroß war die Freude im Ziel, vor allem, da man zwar auf der Wind günstigeren Bahn gelegen hatte, aber den DRV-Vierer auch dann erst niederringen musste.

Pech hatte Michaela Staelberg, die zusammen mit Franziska Kampmann aus Waltrop in das Finale im Doppelzweier ruderte, aber dann abmelden musste, weil Kampmann gesundheitliche Probleme hatte. Am Sonntag mit Ersatzfrau für Kampmann im Doppelvierer am Start, ruderten sie in das Finale in dem nur die U23-Weltmeisterinnen aus Polen schneller waren: "Da hat man gemerkt, dass die Polinnen eingefahren sind, wir bilden ja noch gerade erst unsere Mannschaften", sagte Staelberg.

Starke Konkurrenz erwartete die U19 Junioren bei der Internationalen Regatta in München. 15 Nationen mit über 2000 Startern versprachen spannende Rennen und eine erste gute Standortbestimmung im internationalen Vergleich. Als einziger Deutscher Doppelzweier zogen Konstantin Nowitzki und Henri Schwinde aus Münster in das Finale. "Im Finale haben wir die ersten 500 Meter zu verhalten gerudert, leider konnten wir im Endspurt nicht mehr ganz an die Italiener heran fahren", sagte Nowitzki, der im Doppelvierer ebenfalls Zweiter wurde. Charlotte Lier schaffte überraschend den Sprung in das A-Finale im Vierer ohne Steuerfrau und wurde dort Sechste.

Zahlreiche gute Ergebnisse holten die U17/19-Ruderer des CRC in Bremen. Schiebewind mit vielen Wellen machte es den jungen Ruderern schwer. Gleich zweimal legten Lars Hermsdorfer, Michael Rieske, Jonas Geller und Tom Schüler aus Düsseldorf am Siegersteg im leichtgewichtigen Vierer ohne Steuermann an. Georg Pfennig ruderte in Renngemeinschaft mit Duisburg im leichtgewichtigen Doppelzweier der U17 auf Platz eins. Im Doppelzweier waren auch Eric Menssen und Jan Renner der U19 siegreich.

"Das waren für uns Ruderer anspruchsvolle Bedingungen. Besonders in München und Gent, wo schon die Vorläufe ab 7 Uhr gestartet wurden, war es für die Athleten über beide Tage Kraft raubend. Die Regatten haben für unsere Kaderathleten einen ersten Fingerzeig in Richtung internationaler Konkurrenz abgegeben. Wir sind anders als andere Nationen noch im Mannschaftsbildungsprozess", ist sich das Trainerteam mit Sabine Tschäge und Markus Wöstemeyer einig. Für die U23-Ruderer geht es bereits in 14 Tagen mit dem Ranglistenrennen im Kleinboot in Hamburg weiter.

Quelle: RP
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