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TS Grefrath fegt Hülser SV aus der Halle

Lokalsport: TS Grefrath fegt Hülser SV aus der Halle
Der Grefrather Steffen van den Boom setzt sich hier gegen den Hülser Stephan Wenders durch und erzielt einen seiner beiden Treffer. FOTO: W.Kaiser
Landesliga. Handball: Der Aufsteiger aus der Niersgemeinde bestätigte im Kreisduell der Landesliga seine Heimstärke und gewann mit 38:17. Germania Oppum gelang der zweite Sieg in Folge. Teilerfolg für den SC Bayer Uerdingen.

Niemand kann behaupten, dass der Hülser SV nicht mit ausreichend Selbstbewusstsein die kurze Reise zur Turnerschaft Grefrath angetreten hätte. Zwei überzeugende Heimerfolge in der Liga, ein gleichermaßen überraschend klarer wie eindrucksvoller Sieg im Kreispokal - die Voraussetzungen für einen Sturm auf die Festung Grefrath hätten wahrlich schlechter sein können. Aber die Turnerschaft wehrt sich im ersten Jahr in der Landesliga weiterhin hartnäckig dagegen, zu Hause auch nur einen Zähler abzugeben. Beim haushohen 38:17 (19:9)-Erfolg demonstrierte der Aufsteiger erneut seine Dominanz in eigener Halle. Von Beginn an diktierten die Gastgeber beliebig das Geschehen und nutzten jeden noch so kleinen Fehler der Hülser eiskalt aus. Früh kam das mittlerweile berüchtigte schnelle Umschaltspiel der Grefrather ins Rollen und die Begegnung war im Grunde bereits vor dem Seitenwechsel entschieden. "Die Niederlage ist rasch analysiert. Wir hatten keine Chance. Durch zahlreiche technische Fehler haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Unsere derzeitige Personalsituation ist zwar nicht gerade berauschend, aber dies darf keine Ausrede sein. Grefrath ist schlichtweg extrem heimstark. Das müssen, und können wir anerkennen", resümierte Trainer Oliver Cesa offen. Sein Gegenüber, Markus Knauf, war verständlicherweise voll des Lobes für seine Mannschaft: "Wir waren hellwach, hochmotiviert und bissig in der Abwehr. Bereits in der ersten Hälfte konnten wir die Hülser demoralisieren. Insgesamt wieder ein tolle Heimleistung."

In der Gruppe 1 holte die DJK Germania Oppum den zweiten Sieg in Folge. Mit dem gleichen Endergebnis wie gegen Rheydt gewann die Mannschaft von Trainer Sebastian Welsch auch beim TV Erkelenz, 29:25 (13:12). Die Gäste mussten kurzfristig auf Artur Walter verzichten, konnte dies aber gut kompensieren. "Auf unseren Rückraum ist Verlass", freute sich Coach Welsch. Die Germania erarbeitete sich einen Vier-Tore-Vorsprung, der aber bis zur Pause auf ein Tor schmolz. Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gäste aber an die starke Anfangsphase der Partie an und setzen sich auf 21:16 ab. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. "Es ist unangenehm in Erkelenz zu spielen, wir sind froh, dass wir gewonnen haben", sagte Trainer Sebastian Welsch.

In der Gruppe 4 der Landesliga verbuchte der SC Bayer Uerdingen den nächsten Teilerfolg. Bei der DJK Grün-Weiß Werden holte der Tabellenvorletzte ein 32:32 (15:15)-Unentschieden und baute den Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf drei Punkte aus. Die Partie in Essen war über die gesamte Spielzeit ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich die Gastgeber sowohl in der ersten Halbzeit als auch im zweiten Durchgang teilweise einen Dreitorvorsprung erarbeitet hatten. Werden bestrafte sich dann letztendlich selber mit unnötigen Strafzeiten und wirkte auch entsprechend im Defensivverhalten nicht mehr so sicher, was die Uerdinger ausnutzten, um nicht als Verlierer aus der halle zu gehen.

Die Turnerschaft St. Tönis hat am 15. Spieltag ihre Pflichtaufgabe souverän gemeistert. Beim Tabellenletzten TV Korschenbroich gewannen die St. Töniser klar und deutlich mit 38:29 (21:11) und sind seit nunmehr vier Partien in der Landesliga unbesiegt.

(mcp/alg)
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