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Lokalsport
TV Oppum ist zurück in der Spur

Lokalsport: TV Oppum ist zurück in der Spur
Oppums Can Kilic hat sich in dieser Szene in den Strafraum durchgewühlt und erzielt seinen einzigen Treffer im Derby gegen den TV Vorst. FOTO: Hüskes
Verbandsliga. Handball: Nach dem 22:27 im Lokalduell gegen den Altmeister ist dem TV Vorst die Laune vergangen. Von Marcel Püttmanns

"Allmählich fehlen mir die Worte. So macht das keinem mehr Spaß." Dirk Heghmanns, Trainer des TV Vorst, wirkte nach dem Derby gegen den TV Oppum sichtbar frustriert. Zuvor hatte seine Mannschaft in der Offensive wiederholt einen ideenlosen Auftritt geliefert und das Verfolgerduell mit 22:27 (11:10) verloren. Während bei den Grün-Weißen ein Stück weit Ratlosigkeit herrschte, scheint der Altmeister nach einem kleinen Durchhänger wieder die Form der ersten Saisonwochen gefunden zu haben. Dank des Auswärtserfolges beträgt der Abstand auf die Vorster nun vier Zähler.

Mit dem Kantersieg gegen Mülheim im Rücken waren die Gäste gleich um Spielkontrolle bemüht. Auch ohne Abwehrchef Martin Prondzynski agierte die Abwehr in der Anfangsphase wirkungsvoll. Statt der bevorzugten 6:0-Deckung ließ Trainer Ljubomir Cutura diesmal aggressiver verteidigen. Eine überlegt geführte erste Viertelstunde war das Ergebnis konzentrierter Arbeit (7:9). Vorst fehlte zu Beginn der Zugriff auf die energischen Gäste. Erst nach einer Auszeit wirkten die Grün-Weißen präsenter, packten in der eigenen Zone entschiedener zu und nutzten auch in der Offensive ihr zweifelsfrei vorhandenes Potenzial ein ums andere Mal. Innerhalb weniger Minuten drehten die Gastgeber die Partie (10:9) und hinterließen offenbar kurzzeitig Eindruck bei den Oppumern. Jedenfalls lief bei diesen in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte plötzlich rein gar nichts mehr zusammen. "Aus dieser Schwächephase hätten wir deutlich mehr Kapital schlagen müssen. Möglichkeiten den Halbzeitvorsprung noch günstiger zu gestalten waren da", kritisierte Heghmanns.

So aber kamen die Oppumer wie ausgewechselt aus der Kabine. Schnell setzten sich die Gäste auf vier Treffer ab (12:16). Insbesondere Torhüter Dominik Heesen fand nun Gefallen daran, die Vorster reihenweise zu entnerven. Daneben drehte Kreisläufer Daniel van den Berg mächtig auf. Die Vorster rannten konzeptlos dem Rückstand hinterher und machten es den Gästen somit leicht, den Sieg letztendlich ungefährdet über die Zeit zu bringen. "Natürlich hat Heesen nicht schlecht gehalten. Wir haben es ihm jedoch zu leicht gemacht. Wie viele schlechte Entscheidungen wir im Angriff getroffen haben, ist unglaublich", resümierte Heghmanns.

Quelle: RP
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