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Lokalsport
VfL Tönisberg verabschiedet sich nach 17 Jahren

Fußball. Mit dem VfL Tönisberg verabschiedete sich nach 17 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ein Verein aus der Landesliga, der aus dieser Klasse eigentlich nicht wegzudenken war. Die "Berger" standen dabei lange als gutes Beispiel bodenständiger, sportlicher Vereinspolitik, die familiären Charakter und sportlichen Erfolg vereinte. Doch der Abstieg in der Saison 2014/15 zeichnete sich bereits ein Jahr zuvor ab. Vor allem in personeller Hinsicht ging die glückliche Hand verloren, was dazu führte, dass es im ansonsten beschaulichen VfL-Lager ungemütlicher wurde. Trainer Siggi Sonntag, der die Rot-Weißen in der Saison 2011/12 noch zur Vizemeisterschaft führte, blieb glücklos im Versuch, vor allem die fehlende Einstellung eines Großteils seiner Mannschaft zum Positiven zu wenden. Nach dem 23. von 26 Spieltagen trennten sich schweren Herzens die Wege. Obmann Marcus Bister übernahm interimsweise den Trainer-Job für den Rest der Saison. Nach einem ordentlichen 1:1 gegen Teutonia St. Tönis musste aber auch er einsehen, dass er eine hoffnungslose Mission in die Hände genommen hatte. Eine Woche später, am 31. Mai, hatten die wochenlangen Rechenspiele dann auch ein Ende. Nach einem blamablen 0:4 am vorletzten Spieltag beim Abstiegskonkurrenten SV Straelen war der absehbare Abstieg besiegelt.

Als neuen Trainer verpflichtete der VfL Thomas Kerwer, der die "Berger" in der Bezirksliga auf einen guten Kurs bringen sollte. Vom direkten Wiederaufstieg war nicht nur angesichts der starken Konkurrenz keine Rede. Denn es galt auch insgesamt zehn, vorwiegend sehr junge Neuzugänge zu integrieren. Das scheint Kerwer gut gelungen zu sein. Immerhin steht nach der Hinrunde der fünfte Platz zu Buche. Dazu stellt die Kerwer-Auswahl mit 54 Toren neben dem SV Scherperberg den besten Angriff. Mit 15 Saisontoren trug Kevin Zülsdorf dazu bei, neun Treffer erzielte Julian Thiel. Was den "Bergern" noch fehlt sind Konstanz und ein Schuss Erfahrenheit. Das zeigt die Bilanz gegen die vier führenden Teams, gegen die es keinen einzigen Sieg gab.

(uwo)
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