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Lokalsport
VfR Fischeln ist zu Gast beim angeschlagenen TSV Meerbusch

Oberliga. Fußball: Die sieglosen Gastgeber gehören zu den Lieblingsgegnern der Cherfi-Auswahl. Emre Özkaya ist wieder einsatzfähig. Von Uwe Worringer

Mit fünf Siegen aus acht Spielen steht der VfR Fischeln als Tabellenvierter immer noch sehr ordentlich da. Die positive Bilanz könnte allerdings besser sein, wären da nicht die beiden Heimniederlagen in den beiden jüngsten Partien an der Kölner Straße. "Am besten spielen wir nur noch auswärts und auf großen Plätzen", kommentierte Josef Cherfi die jüngste 1:3-Niederlage gegen Hiesfeld. In einer Hinsicht kommt dem VfR-Trainer der Spielplan daher sicher entgegen. Denn es wird auswärts gespielt. Und zwar beim bisher sieglosen Lokalrivalen TSV Meerbusch, der mit drei Punkten derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert und ohnehin zu den Lieblingsgegnern der Grün-Weißen zählt. Das Derby findet morgen (15 Uhr) am Windmühlenweg in Bösinghoven statt, das aufgrund seiner beengten Lage zum Hexenkessel werden dürfte.

Der Meerbuscher Kunstrasen zählt allerdings nicht zu den größten seiner Art und hat ähnliche Ausmaße wie das heimische Spielfeld, so dass sich der VfR sicher etwas einfallen lassen muss, um die drei Punkte mitzunehmen. Cherfi will diesen Umstand aber nicht zu hoch hängen: "Sicher liegen uns große Plätze besser. Aber wir haben auf unserem kleinen Platz auch schon sehr gute Spiele gezeigt, nur in den letzten beiden Spielen unsere Stärke nicht ausgespielt. Dazu kommt, dass man zuhause auch das Spiel machen möchte. Ein anderer Grund war wohl auch die Einstellung zum Spiel - und vielleicht muss man auch die taktischen Vorgabe mal überdenken."

Von daher ist davon auszugehen, dass der VfR mit einer abgeänderten taktischen Grundausrichtung das Derby angeht. Auch personell könnte es eine Reaktion geben. "Man muss sich auch überlegen, ob man das Spiel mit anderen Spielertypen angeht", lässt Cherfi Raum für Spekulationen bezüglich der morgigen Startformation. Das Angebot ist jedenfalls groß, denn alle Spieler stehen zur Verfügung. Das gilt auch für Emre Özkaya, dessen Knieverletzung nicht so dramatisch war wie befürchtet. Der frisch vermählte 21-Jährige nahm bereits das Mannschaftstraining wieder auf.

Was das spielende Personal angeht, haben die Gastgeber um Trainer Robert Palikuca dagegen schon länger einige Sorgen. Das ist offenbar auch eine von mehreren Ursachen für fünf Niederlagen in Folge. Negativer Höhepunkt war die 0:6-Packung beim VfB Hilden am vergangenen Sonntag, nach der sich die TSV-Akteure einige harsche Worte gefallen lassen mussten. Die Verantwortlichen erwarten morgen eine entsprechende Reaktion und wollen mit einem Sieg im Nachbarschaftsduell einen Neustart hinlegen - sicher auch im Bewusstsein, dass eine weitere Niederlage dazu führen kann, dass sich der Rückstand auf die Nichtabstiegszone auf sieben Punkte ausdehnen kann.

Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage beider Teams warnt Cherfi seine Mannschaft eindringlich davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: "Tatsache ist, dass wir noch nie gegen Meerbusch verloren haben. Aber das wäre brandgefährlich." In der vergangenen Saison setzte sich der VfR zuhause mit 5:2 durch, auswärts endete die Partie 2:2.

Quelle: RP
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