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Lokalsport
VSF Amern: Mit größerem Kader die Nerven schonen

Fussball. In den vergangenen Spielzeiten haben es die Fußballer aus Amern in Sachen Klassenerhalt jeweils spannend gemacht

Zwei Jahre zittern bis zum letzten Spieltag und darüber hinaus sind genug. Das Trainerteam und die Spieler der VSF Amern haben sich fest vorgenommen, in der neuen Spielzeit der Fußball-Landesliga mit den eigenen Nerven und denen ihrer Fans schonender umzugehen. Sprich den Klassenverbleib schon frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Im Vorfeld haben die Amerner alles getan, was in ihrer Macht steht, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Zunächst stellten sie in der Schlussphase der vergangenen Saison die personellen Weichen, als noch gar nicht klar war für welche Liga. Weil der Kader im Kern zusammengeblieben und dann noch sinnvoll ergänzt und erweitert wurde, hat er qualitativ und quantitativ zugelegt. Anschließend hat Trainer Dennis Sobisz sich besondere Mühe gegeben, seinen Mannen in der Vorbereitung das Rüstzeug für die bevorstehenden Aufgaben mit auf den Weg zu geben. Das ist aus seiner Sicht gelungen: "Alle haben hervorragend mitgezogen, da kann ich wirklich nur lobende Worte verlieren. Die Trainingsbeteiligung war immer exzellent, so dass auch ein qualitativ hochwertiges Training möglich war." Einziger Wermutstropfen war die Verletzung des neuen Torhüters André Bellanger, der sich schon ziemlich früh in der Vorbereitung eine Blessur am Unterschenkel zuzog. Allerdings nicht wie zunächst befürchtet einen Wadenbeinbruch, sondern "nur" einen Haarriss. Sobisz hofft, dass der Keeper in zwei Wochen das Training wieder aufnehmen kann. Ansonsten hatte der Trainer aber viel Freude an den Zugängen. Insbesondere der vom Regionalliga-Absteiger Wegberg-Beeck gekommene Dominik Bischoff hat es ihm angetan. Er ist auf allen Positionen im Mittelfeld einsetzbar. "Er ist sowohl menschlich als auch sportlich eine Bereicherung für uns. Er kann unsere zentrale Figur im Zentrum werden", betont Sobisz. Aber auch Pascal Wüsten aus Bracht, der kürzlich beim Burgpokal gleich Torschützenkönig wurde, und der Japaner Yuichiro Chino sind aus Sicht des Trainers sehr belebende Elemente für die Offensive. Nicht wirklich neu ist Dominik Kleinen, der vor seinem Intermezzo beim 1. FC Viersen schon in der Abwehr der Amerner spielte. Dennoch ist Sobisz erleichtert, dass der 24-Jährige seine Erwartungen voll erfüllt: "Er hat sich in Viersen toll entwickelt und hat eine besondere Präsenz. Er ist sehr laufstark, dirigiert sehr viel und bildet eine starke Achse mit Dominik Bischoff." Die Begeisterung des Trainers hat auch damit zu tun, dass er merkt, dass er mit dem neuen Kader seine fußballerischen Vorstellungen noch besser umsetzen kann. Er will weiter auf die Taktik setzen, die in der Schlussphase der Vorsaison die Wende Richtung Klassenerhalt brachte. Das bedeutet eine offensive Grundausrichtung mit zwei Sturmspitzen, dabei viel Laufarbeit leisten und den Gegner schon früh attackieren. Damit das allerdings nicht durch Kontertore nach hinten los geht, wird auch sehr viel Wert auf das gedankenschnelle Umschalten in den Defensivmodus gelegt. Bis auf die peinliche 1:4-Pleite am Samstag gegen die A-Jugend des 1. FC Mönchengladbach hat das in den bisherigen Spielen der Vorbereitung schon vielversprechend funktioniert. Doch Sobisz ist weit davon entfernt, sich durch die positiven Eindrücke und den höheren Konkurrenzkampf im Kader zu sehr in Sicherheit zu wiegen. "Wir bekommen nichts geschenkt. Voller Einsatz und volle Konzentration sind in jedem Spiel nötig, damit wir am Ende unser Ziel erreichen", betont der Trainer. Zumal er die für die Grenzland-Teams neue Gruppe 1 für sehr stark hält, gerade mit Blick auf die guten Aufsteiger, die alle in der vergangenen Saison mit vielen eigenen Treffern und wenig Gegentoren überzeugt haben. Bei der Vergabe der Spitzenplätze rechnet er mit dem SC Velbert und Union Nettetal. Ernst wird es für die Amerner am nächsten Sonntag, wenn es mit einem Auswärtsspiel beim VfL Jüchen-Garz Garzweiler losgeht.

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