| 00.00 Uhr

Lokalsport
Wiesinger muss die Abwehr umbauen

Niederrheinpokal. Fußball: Der Trainer des KFC Uerdingen erwartet morgen im Viertelfinalspiel des Niederrheinpokals gegen Rot-Weiß Oberhausen ein Duell auf Augenhöhe. Bittrof und Dorda fallen aus. Torwart Vollath erlitt einen Nasenbeinbruch. Von H.-G. Schoofs

Beim Wort Pokal bekommen besonders die älteren Fans des KFC Uerdingen regelmäßig eine Gänsehaut. Schließlich feierten die Blau-Roten 1985 im DFB-Pokalendspiel in Berlin den größten Triumph ihrer Vereinsgeschichte. Bis ins Finale wird es der KFC wahrscheinlich nie mehr schaffen. Aber wenigstens die erste Hauptrunde dieses attraktiven und finanziell lukrativen Wettbewerbs kann der Regionalligist im nächsten Jahr erreichen. Das gelang den Uerdingern zuletzt 2001, als sie das Niederrheinpokal-Endspiel gegen Velbert mit 3:0 gewannen. Seither wurde die Finalteilnahme verpasst. Dagegen erreichte Trainer Michael Wiesinger mit dem SV Elversberg gleich zweimal in Folge in Rheinland-Pfalz das Endspiel, musste sich aber jeweils geschlagen geben. Als Spieler gewann er 2000 mit Bayern München den DFB-Pokal.

Im laufenden Wettbewerb sind die Chancen für den KFC so groß wie selten zuvor. Als Tabellenführer der Regionalliga gilt der Klub als Favorit, der bis zum Endspiel noch zwei Spiele gewinnen muss. Im Viertelfinale ist am Samstag um 14 Uhr Liga-Konkurrent Rot-Weiß Oberhausen in der Grotenburg zu Gast. "Dieses Duell besitzt Finalcharakter. Das ist mit der Liga nicht zu vergleichen. Ich erwarte einen harten Pokalfight", sagte Michael Wiesinger gestern. Der Trainer bezeichnete die Chancen aufs Halbfinale als 50:50: "Oberhausen ist eine sehr gute Mannschaft, die stabil ist und zuletzt in der Liga wieder ein wichtiges Spiel gewonnen hat. Sie ist auf Tuchfühlung zu uns und Viktoria." Der 1:0-Erfolg im Punktspiel bei RWO ist für ihn kein Fingerzeig für Samstag: "Das wird eine ganz andere Hausnummer. Wir werden akribisch und behutsam sein müssen. Oberhausen lauert auf Umschalt-Momente. Wir müssen unsere Angriffe sauber zu Ende spielen und Torchancen kreieren."

Die Niederlage am Samstag in Köln bezeichnete Wiesinger als ärgerlich: "Aber vielleicht waren wir einfach mal dran." Zu der Enttäuschung gesellte sich auch noch das Verletzungspech. Torwart René Vollath zog sich einen Nasenbeinbruch zu, wird aber wie Christian Müller mit einer Gesichtsmaske auflaufen. Alexander Bittroff fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Christian Dorda muss wegen Wadenprobleme passen. Damit muss Wiesinger in der Abwehr beide Außenpositionen neu besetzen, wahrscheinlich mit Leon Binder und Dennis Chessa. Fraglich ist der Einsatz von Tanju Öztürk, der beim Sieg in Oberhausen das Tor des Tages erzielte und wegen muskulärer Probleme diese Woche nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. Kapitän Mario Erb, der in der Liga für ein Spiel gesperrt ist, bekam in Köln einen Schlag auf die Wade, wird aber wohl auflaufen können.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Wiesinger muss die Abwehr umbauen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.