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Lokalsport
"Wir geben uns sicher nicht auf"

Krefeld. Fußball-Oberligist VfR Fischeln empfängt im Abstiegskampf den SC West.

Nach drei Niederlagen in Folge und neun Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz ist die Aussicht auf den Klassenerhalt nahezu aussichtslos. Rein rechnerisch ist die Messe für den VfR Fischeln zwar noch nicht gelesen, doch angesichts der personellen Situation ist eine notwendige, kurzfristige Qualitätssteigerung nicht anzunehmen. Im Lager der Grün-Weißen ist von Resignation allerdings nur wenig zu spüren, obwohl an der Realität kein Weg vorbei führt.

Das trifft allen voran VfR-Präsident Thomas Schlösser: "Die Oberliga ist für uns das Maß der Dinge. Aber ich bin auch Realist. Die Aufgabe wird es jetzt sein, mit der sportlichen Leitung auch für die Landesliga zu planen. Der Start mit drei Niederlagen war enttäuschend. Aber wir hatten einfach zu viele Ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten. Jetzt ist es natürlich sehr, sehr schwer, an den Klassenerhalt zu glauben. Aber wir geben uns sicher nicht auf." Morgen trifft der VfR zuhause um 15 Uhr auf den SC Düsseldorf-West. Nur ein Erfolg über den Tabellenachten könnte dem Glauben an eine Rettung noch einmal einen positiven Schub geben. Wäre da nicht die desaströse Heimbilanz. Denn bisher landete in elf Heimspielen nur ein einziger Punkt auf dem Fischelner Konto. Sollten die Gastgeber auch bis zum Saisonende zuhause sieglos bleiben, wäre das ein Novum in der Oberliga gegenüber den letzten Jahren. Ein Grund mehr also, gegen die Landeshauptstädter alle vorhandenen Kräfte zu mobilisieren. Trainer Josef Cherfi wird dabei wieder auf A-Jugendliche zurück greifen. Welche Nachwuchsspieler diesmal zum Zuge kommen, ist noch ungewiss. Seiner Mannschaft wünscht er nicht nur mit Blick auf die sportliche Lage einen Sieg: "Wir sagen nicht, das Thema ist durch, solange rechnerisch noch alles möglich ist. Auch wenn es ein mega Brett ist. Wenn wir das weiter ernsthaft angehen wollen, muss natürlich ein Sieg heraus springen. Die drei Punkte würden der Mannschaft auch zeigen, dass sie nicht alles verlernt hat." Hinter dem Einsatz von zwei Spielern stehen noch dicke Fragezeichen. Semih Ergin plagen muskuläre Probleme und Philip Reichardt absolvierte nach einer Verletzung im Spiel gegen Homberg nur Laufeinheiten. Ob ein Einsatz möglich ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Kontinuität wird bei der Zweiten des VfR Fischeln weiter groß geschrieben. Jüngster Beweis: Der Fußball-A-Kreisligist und Trainer Sebastian Suski verständigten sich darauf, den in Sommer auslaufenden Vertrag um eine weitere Saison zu verlängern. Der 35-Jährige, als Aktiver langjähriger Spieler der ersten Mannschaft, geht dann an der Kölner Straße ins vierte Jahr.

(uwo)
 
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