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Wolf attackiert Adler-Führung

Lokalsport: Wolf attackiert Adler-Führung
Enttäuscht und angefressen: Adler-Trainer Dirk Wolf. FOTO: Adler
Krefeld. Der Trainer des Handball-Nordrheinligisten beklagt fehlende Unterstützung. Von Sven Schalljo

Es ist eine schwierige Situation für den scheidenden Adler-Trainer Dirk Wolf. Sein Team hat das Saisonziel, den Klassenerhalt, längst und höchst souverän erreicht. Für das zweite Ziel, ein ausgeglichenes Punktekonto, fehlen noch fünf Zähler aus ebensovielen Spielen. Viele Spieler sind angeschlagen und der Coach vermisst die Unterstützung des Vereins. "Vergangene Woche hatten wir nicht einmal Musik beim Warmmachen. Sicher wird fast das komplette Team gehen, aber ich würde mir mehr Wertschätzung der Verantwortlichen wünschen", sagt der Trainer, der die nötige Unterstützung vermisst.

Die Mannschaft habe sich korrekt verhalten und mit tollen Leistungen dem Verein frühzeitig Planungssicherheit gegeben. Dafür sei seiner Ansicht nach die Unterstützung zu gering. "Es fühlt sich für uns so an, als herrsche die Meinung vor, dass die ja eh alle gehen. Das ist schade", sagt Wolf, der aber dennoch auch in den letzten Spielen in Königshof erfolgreich sein will.

Am Samstag geht es zur HSG Neuss/Düsseldorf. Das Team steht auf Rang 13, sei aber besser, als der Tabellenplatz. Entsprechend warnt Wolf seine Mannschaft vor Nachlässigkeit. Personell ist die Lage schwierig. Tim Wittenberg fällt definitiv aus. Gleiches gilt für Stefan Graetke. Maxi Tobae und Luca Lewandowski sind angeschlagen und Tim Christall war unlängst beruflich stark eingebunden und konnte kaum trainieren. Graetkes Ausfall schmerzt besonders, da der bisher überragende Paul Keutmann gegen die HSG Siebengebirge ungewohnte Schwächen offenbarte. In der zweiten Halbzeit spielte daher Johannes Lyrmann aus der zweiten Mannschaft.

Doch trotz allem, das Ziel, in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben und 28 Punkte zu holen, bleibt bestehen. Das Team wuchs in den vergangenen Jahren zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen und hat viel erreicht. Das wollen sie nun in den letzten gemeinsamen Spielen unbedingt bestätigen und einen sauberen Abschied hinlegen. "Wir wollen als Kollektiv 100 Prozent geben", sagt Wolf.

Quelle: RP
 
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